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Fortsetzung...

Wir schrieben noch einige Zeit zusammen, bis es kurz vor drei war. Dann verabschiedete ich mich von Timo und machte mich fertig. Haare und so was eben. Dann kam auch schon Jan mit seinem BMW angefahren. Auf der Beifahrerseite saß schon Sassi, deshalb setzte ich mich mit Chris nach hinten. Daraufhin holten wir Timo ab und danach David, der setzte sich neben mich. David und ich begrüßten uns freudig.
"Na Mr.Sonnenschein, hast ja mal ne Hose an," lachte ich ihn an. Er musste anfangen zu Lachen, schüttelte dabei aber mit dem Kopf. Die ganze Fahrt über unterhielt ich mich eigentlich nur mit David. Er ist ein toller Zuhörer...und seine Augen, die sind der helle Wahnsinn!
"Mädels, wisst ihr was ich mir überlegt hab," fragte Chris und schien ganz begeistert von etwas zu sein.
"Nee, wissen wir nicht," meinte ich.
"Wir gehen ein bisschen zelten."
"Was machen wir," fragte Timo ungläubig.
"So siehts aus, ich schlaf in keinem Zelt," meinte Jan empört.
"Och kommt schon Leute, das wird lustig."
"Total," sagte ich sakastisch, ,,außerdem schnarchst du! Da bekomm ich kein Auge zu!"
"So schlimm ist es auch nicht," meinte er beledigt.
"Doch, ich hab dich auch gehört," meinte David dazu.
"Wo willst du denn zelten," fragte Sassi ein wenig zögerlich.
"Unsere Alten haben so nen rießen Campingbus, mit Vorzelt und so an der Nordsee stehen. Das ist nicht weit, außerdem habt ihr doch bald Ferien."
"Und du meinst, ich würde meine Ferien in so nem dreckigen Campingbus verbringen?!"
"Komm schon, ist doch nur für ne Woche oder so."
"Also, ich find die Idee super,"meinte Sassi begeistert.
"Und ich komm nur mit, wenn ich ein extra Zelt kriege... zumindestens will ich nicht mit dir im Bus schlafen," meinte Timo zu Chris.
"Genau der Meinung bin ich auch..."
"Und ich auch," nickte David zustimmend.
"Dann schläft halt Sassi bei mir und Jan."
"Wie seh ich denn aus,Alter," meinte Jan empört.
"Dann eben nur mit Sassi. Paah, ich brauch euch doch gar nicht."
"Doch bei Horrorfilmen," lachte Timo.
"Genau: Chris, geh du. NEIN, ich hab doch selber Angst," meinte Jan und verstellte seine Stimme dabei. Wir fingen alle an zu Lachen, nur Chris- der fand das alles nich so lustig.
"Warum wollten Frank und Juri eigentlich nicht mit," fragte Timo, nachdem wir uns alle wieder eingekriegt hatten.
"Frank meinte, er hätte nochmal gekotzt und Juri, wollte gaaaanz lange schlafen," erwiederte Chris ihm. Dennoch war er immer noch ein wenig angepisst, auch wenn es nur ein Spaß war, er sah das anscheinend nicht so. Als wir da waren, bezahlten wir und sprangen gleich zu den Gokarts. David erklärte mir alles, so wie versprochen. Ich passte gar nicht richtig auf, sondern guckte ihn die ganze Zeit an. Wir wollten gerade ein Rennen machen, da klingelte Timos Handy.
"Jau."
Er stieg aus dem Gokart aus und unterhielt sich mit der Person am Handy. Plötzlich fing er richtig an zu strahlen. Als er aufgelegt hatte, kam er dauergrinsend zu uns gerannt.
"Ratet mal, was wir heute Abend vorhaben?" Wir schauten ihn nur skeptisch an, dann zuckten wir mit den Schultern.
"Man, wir haben unsern ersten Auftritt," schrie er rum und sprang durch die Lüfte. Die Jungs schauten ihn geschockt und fraglos an, dann sprangen sie auch aus den Gokarts und zu Timo. Sie freuten sich echt riesig und sprungen die ganze Zeit im Kreis herum. Saskia und ich schauten uns nur lachend an.
"Freut euch doch mal für uns," meinte Chris. Ich stand auf und umarmte ihn.
"Ich freu mich doch für euch- sehr sogar." Dann ging ich zu Timo und umarmte den, der drückte mich ganz nah zu ihm. Jan, der sich wie ein kleines Kind freute, kam mir in die Arme gesprungen.Süß, wie die sich freuen. Einfach nur goldig. Dann umarmte ich David, sehr, sehr lange. Ich hätte stundenlang in seinen Armen stehen bleiben können.
"Wo und wann ist das denn?"
"Hier im Point um.. warte, genau um 21.00 Uhr. Dann wird die Bude gerockt, das sag ich euch."
"Man, ich freu mich so," meinte David, der mich immer noch im Arm hielt. Ich konnte einfach nur Grinsen.
"Dann lasst uns jetzt schnell noch ein paar Runden fahren, damit wir nochmal proben können," meinte Jan.
"Okay," meinte Chris dazu und stieg lachend in sein Gokart ein. Wir drehten ein paar Runden, ich war echt weit vorne, aber kurz vorm Ziel, überholte mich Chris.
"Haha, Loser," meinte er zu mir und lachte weiter. Ich nahm ihm das aber nicht übel, er war echt saugut drauf und das fand ich super.
"Ich hab Frank und Juri gerade ne SMS geschrieben, dass wir uns bei David im Proberaum treffen," meinte Timo, als wir schon wieder im Auto saßen.
"Wollt ihr bei der Probe dabei sein," fragte Jan Sassi und mich. Wir nickten nur einstimmig.
"Das wird sicher total geil, heut Abend," meinte Jan freudig.
"Ihr freut euch echt wie kleine Kids," meinte ich, aber grinste dabei frech.
"Jaaa, ihr zwei kommt heut Abend auch und dann siehst du mal was richtige Musik ist, Hana," meinte Chris zu mir und Sassi.
"Jaja Chris, alles klar..."
"Man, ich bin so krass nervös," meinte Timo.
"Du bist nervös," fragte ich ihn unglaubwürdig.
"Jaaaa, das ist unser erster Auftritt."
"Ich lach, wenn nur Hana und Saskia im Publikum stehen," meinte Jan lachend.
"Alter, dann lachst du nicht mehr," meinte Chris gereizt.
"War doch nur Spaß," meinte David beruhigend.
"Ich finds aber nicht lustig," meinte Chris.
"Ja, jetzt reg dich net auf, sondern freu dich auf heut Abend," meinte ich zu ihm, damit er nicht noch aggresiver wurde.
"Echt mal, du musst dich nicht gleich so aufregen," meinte Timo auch ein wenig gereizt.
"Ja, jetzt regt euch alle nicht auf, das bringt uns nämlich allen nichts." Ich nickte nur zustimmend. Boa, wie ist Chris heut eigentlich schon wieder drauf? Echt ätzend!
Der soll sich echt mal freuen, dass sie den Auftritt bekommen haben!
"Wer hat es eigentlich möglich gemacht, dass ihr da auftreten dürft," fragte Sassi.
"Frank, der hat denen einfach mal ne Demo CD von uns hingeschickt und der Typ vom Point meinte dann, dass wir en krassen Sound hätten. Und nunja, jetzt dürfen wir da spielen. Geil, was," erzählte Timo.
"Welche Songs, wollen wir denn spielen," fragte Jan.
"Hmm ich wär für `So wie du` auf jeden Fall."
"Frank will sicher `Ein neuer Tag` singen."
"Genau. Und ich find `Geht ab`sollten wir auch singen," meinte Chris.
"Genau und `Vorbei`."
"Jau, wir fragen den Typen vom Point erstmal, wie viele Songs wir überhaupt spielen dürfen," meinte Jan.
"Ja, das sollten wir vielleicht mal machen," meinte David. Als wir um eine Ecke umbogen, sah ich auch schon das Haus von David. Ich wusste welches es war, weil Juri und Frank davor standen. Wir steigten alle aus und begrüßten die beiden. Frank war total blass im Gesicht und Juri, der sah total verschlafen aus.
"Man, ihr habt mich geweckt," meinte Juri verschlafen. Wir mussten anfangen zu Lachen.
"Das ist es trotzdem wert," meinte Timo und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter. Wir gingen mit allen sechs zusammen in den Proberaum und nunja... er war richtig verranzt und eklig. Aber Chris meinte immer, zum üben würde es reichen. Naja, wenn er meinte.
Saskia und ich setzten uns auf ein Sofa, dass auch im Proberaum stand, zuvor mussten wir aber alle Pizzakatons, Flaschen und Tüten wegräumen. Frank telefonierte gerade mit dem Typen vom Point, damit die Jungs wussten, wie viele Songs sie spielen durften.
"Der Typ meinte, so viele wie wir wollen," meinte er, als er aufgelegt hatte.
"Krass, Alter,"meinte Chris freudig, als er gerade irgendwas an den Verstärkern machte.
"Kanns los gehen," fragte Timo und hatte schon das Mikrofon in der Hand.
"Jau, mit welchem Song wollen wir denn anfangen," fragte Chris und schnappte sich seinen Bass.
"Ich wär für `Ein neuer Tag`," meinte Frank.
"War klar," meinte Juri.
"Dann los," meinte Timo. Die Jungs legten los und nach kurzer Zeit fing Frank an zu singen.

Ohne Licht auf dunklen Wegen ganz allein
Meine Umgebung wächst doch ich bleib klein
Zu viel getrunken
Und zu wenig gelacht
Nichts mehr gegessen
Und die Nächte durchgemacht

Warum blick ich nur auf, wenn’s keiner sieht,
Warum blick ich nur auf, wenn es dich nicht mehr gibt?

Ein neuer Tag beginnt,
eine neue Hoffnung.
Ein erneutes Ende, für mich.
Wieder ein Kapitel,
doch meine Rolle stirbt für dich.
Jetzt - lass schon los,
denn ich muss gehen.

Bilder der Vergangenheit holen mich wieder ein
Tage und Nächte
Sehe ich dein Lachen und Weinen
Ziele der Vergangenheit
Zu Asche verfallen
Ziele meines Lebens sind
Abgebrüht und kalt

Warum blick ich nur auf, wenn’s keiner sieht,
Warum blick ich nur auf, wenn es dich nicht mehr gibt?

Ein neuer Tag beginnt,
eine neue Hoffnung.
Ein erneutes Ende, für mich.
Wieder ein Kapitel,
doch meine Rolle stirbt für dich.
Jetzt - lass schon los,
denn ich muss gehen.

Ich wusste immer es wird schwer sein allein zu sein
Nicht mehr mit dir vereint zu sein,
Man, ich möchte bei dir sein
Zu zweit wollt ich immer alle Wege beschreiten, doch -
Jetzt steh ich mir im Weg, Verzweifelt allein
Dabei mein Spiegelbild anzuschrein
Kurz vorm Heulen vor deinem Grabstein zusammenfallen
Es ist viel zu viel für mich deinen Totenschein in der Hand zu halten
Ich bete darum, dass du mich siehst und mich spürst,
versprich,
dass du mir hilfst und mich berührst!
Denn-
Wie knüpf ich an ein leben an,
allein,
ohne mit dem schönsten Menschen aller Zeiten vereint zu sein?

Ein neuer Tag beginnt,
eine neue Hoffnung.
Ein erneutes Ende, für mich.
Wieder ein Kapitel,
doch meine Rolle stirbt für dich.
Jetzt - lass schon los,
denn ich muss gehen.

Wow, ich fang gleich an zu heulen, der Song ist ja total krass. Mir standen schon die Tränen in den Augen und Chris auch. Ich denk, er muss auch an unseren Opa denken... Ich wischte die feuchten Tränen, die in meinen Augen standen, weg und abplaudierte, als der Song zu Ende war. Chris wischte sich die Tränen auch weg, wir guckten uns beide an und wussten an welchen Menschen wir dachten, in diesem Song.
"Und wie wars,"fragte Timo, der total begeistert klung.
"Ich fands klasse," meinte Sassi und grinste die Jungs an. Ich nickte nur einstimmig.
"Warum weinst du denn fast," meinte David besorgt, als er sah, dass ich mir die Tränen wegwischte.
"Längere Geschichte," sagte ich nur, aber schaute ihn nicht an.
"Verdammt, warum bist du immer so verschlossen," meinte er und erhob seine Stimme ein wenig.
"Ich bin nicht verschlossen, ich bin nur vorsichtig," sagte ich auch ein wenig lauter. Er guckte mich und schüttelte dann nur mit dem Kopf. Ich nahm meine Jacke und verließ den Proberaum. Mit der Wut im Bauch lief ich die Straßen entlang, auf dem Weg nach Hause. Ich hätte echt die Kriese kriegen können, ich war eben sehr vorsichtig, was das Thema Jungs anbelangte. Außerdem wollte ich nicht über meinen verstorbenen Opa reden, das tat einfach zu sehr weh. Man!
Ich öffnete die Wohnungstür und schmiss mich sofort aufs Sofa, um ein wenig zu relaxen. Dann machte ich den Fernseh an. Da läuft auch nur Mist, wie immer! Eben war ich noch so gut gelaunt, dann spielen die einen Song und `Bam`- hab ich schon wieder scheiß Laune. Toll gemacht. Was mache ich nur immer falsch? Das ist hier echt mal die Frage... alles scheiße. Ich drückte mein Kopf in ein Sofakissen und hätte am Liebsten geschlafen, aber ich konnte nicht. Dann klingelte auch noch was verfickte Telefon. Wenn das jetzt Chris ist, dann raste ich aus! Ich nahm das Telefon von der Station und hielt es an mein Ohr.
"Ja?!"
"Hallo Kleines. Ich bins Mama," sagte sie mit einer freudigen Stimme.
"Ja schön. Was willst du?"
"Ich wollte doch nurmal fragen, wie es meiner Kleinen so geht?"
"Super gut. Nochwas?"
"Ja, wie geht es Christian?"
"Auch super. Wir haben ne richtig fette Party geschmissen und Chris war besoffen. Dann standen seine Kumpels in Boxershorts in unserer Küche und ham nen Tee getrunken."
"WAAAS?"
"Hä? Was denn? War ganz lustig."
"Oh Gott, Kleines..."
"Du sollst mich nicht immer Kleines nennen- das nervt!"
"Schon gut. Sollen wir schon früher wiederkommen?"
"NEIN. Chris und ich verstehen uns blendend. Nehmt euch ruhig Zeit für einander," meinte ich plötzlich überfreundlich.
"Okay Kleines. Wenn irgendwas ist, dann ruf an, okay?Und meld dich bitte morgen, nach der Schule."
"Jau mach ich. Bye," meinte ich und legte schon auf. Die können ruhig wegbleiben! Und gehst du heut Abend dahin oder nicht? Willst du David überhaupt sehen? Willst du überhaupt irgendwen sehen? Ich wusste einfach nicht, was ich wollte und was nicht... es war alles so kompliziert. Warum konnte es nicht einmal simpel und einfach sein? Ich setzte mich wieder aufs Sofa und packte mir ein Kissen. Die Stunden vergangen und ich schaute mir irgendeinen Quatsch im Fernsehn an. Zwischendurch aß ich nochwas, ansonsten gammelte ich den ganzen Tag ab. Dann- so um 20.00 Uhr - kam jemand die Haustür rein.Ich vermutete, dass es Chris war und ich hatte Recht. Er kam ins Wohnzimmer gestürmt und machte einfach den Fernsehn aus.
"Ähm hallo. Warum machst du einfach das Fernseh aus," fragte ich entrüstet und legte das Kissen zur Seite.
"Los! Unser Auftritt, du wolltest doch mit!"
"Richtig- ich wollte!"
"Was ist denn los," fragte er und setzte sich neben mich aufs Sofa.
"Nichts, ich hab einfach keinen Bock mehr!"
"Aja wegen David, was? Das ist mir gerade mal egal, du kommst mit!"
"Nein, ich werd en scheißdreck mitkommen!"
"Du kommst mit, dass wirst du sehen. Los jetzt," meinte er total aggresiv und zog mich am Arm hoch.
"Hör auf, Chris. Das tut weh! Was soll das?!" Er zog mich bis zur Haustür und schubste mich dann in den BMW, indem nur Jan saß.
"Hallo, ist das hier ne Entführung? Außerdem hast du mir wehgetan. Und wo sind die anderen?"
"Wenn mans ganz schlimm sieht- ja das is ne Entführung, anders wärst du ja nicht mitgekommen!"
"Die anderen sind schon im Point," meinte Jan und fuhr los.
"Ich hasse euch. Ihr seid beide die größten Arschlöcher, die ich je gesehen hab!"
"Jetzt sei nicht sauer," flehte Jan.
"Du machst auch noch mit, von dir hätt ich das echt nicht gedacht," sagte ich beleidigt und verschränkte meine Arme vor der Brust.
"Hör auf mit dem Scheiß," meinte Chris zu mir, ,,kannst du dich nicht einmal für mich freuen?! Ich will doch nur, dass du bei meinem ersten Auftritt dabei bist, verdammte Scheiße!"
"Und kannst du mir eigentlich auch mal mein eigenes Leben gönnen?!"
"Ich gönn dir dein eigenes Leben, mehr als meins. Kleines, du bist meine Schwester- ich liebe dich. Du bist mein Ein und Alles. Ich will doch nur, dass du an meinem Leben teilnehmen kannst. Ich will, dass es dir gut geht und wünsch dir einfach nur das Beste auf dieser Welt. Ich trauer doch auch noch um Opa- wie du." Er schaute mich mit tränenerfüllten Tränen an- wie bei der Probe- und mir kullerte eine Träne über die Wange. Dann nahm er mich in den Arm und noch mehr Tränen flossen mir übers Gesicht. Chris veruschte mich ein wenig zu beruhigen.
"Hör auf zu weinen. Ich ertrag das nicht, da könnt ich mitheulen," meinte er und löste sich von mir. Ich wischte mir die Tränen weg und grinste ihn an.
"Ich hab dich auch lieb. Sorry Jan, wegen eben..."
"Kein Problem!"
"Wir sind ja schon da," stellte Chris erschrocken fest.
"Man, ich freu mich schon so," meinte Jan und machte das Auto aus. Dann stiegen wir aus und gingen in den Club. Dort drinn war echt ne super Stimmung. Jan meinte, die anderen würden bei der Bar auf uns warten, deshalb liefen wir dorthin.
"Man Süße, wo warst du denn? Ich hab mir Sorgen gemacht," meinte Sassi und umarmte mich.
"Ich war zu Hause... hab da ein wenig rumgegammelt."
"Hier hat sich noch jemand schlimme Sorgen gemacht,"meinte sie und nickte zu David rüber. Ich schaute ihn an und er erwiederte diesen Blick, doch dann blickte ich sofort weg. Ich spürte seine Blicke, wie sie immer noch auf mir lagen.
"Kann sein," sagte ich eiskalt. Aber im Grunde genommen, freute ich mich total, dass er sich Sorgen gemacht hatte.
"Wir gehen jetzt die Bühne rocken," meinte Chris und die Jungs verschwanden hinter der Bühne. Ich wünschte den sechsen noch viel Glück.
"Komm Süße, wir gehen direkt vor die Bühne," meinte Sassi und wollte mich schon mitziehen.
"Nein, geh ruhig. Ich bleib hier."
"Okay," meinte sie schulternzuckend und drängelte sich durch die Menge.
"En Abend Leute," meinte Timo, der auf die Bühne gerannt kam. Die anderen folgten und gingen zu ihren jeweiligen Instrumenten. Als alle an der richtigen Position standen, stellte Timo alle vor.
"Das ist der Frank, unser Sänger. Hier am Bass haben wir Linke. Der Gitarrist heißt David und unser DJ ist Jan. Am Schlagzeug sitzt Juri und ich bin der Timo. Wir werden hier den Laden rocken! Anfangen werden wir mit dem Song `So wie du`! Genießt es!" Dann fingen die Instrumente an zu spielen und es ging richtig los.
"Na Süße, alles klar," fragte jemand, der neben mich trat.
"Jonas! Was willst du schon wieder?!"
"Ich will dich zurück!"
"Ich will dich aber nicht mehr!"
"Wegen dem komischen Hopper da oben," fragte er und trank einen großen Schluck aus seinem Glas.
"Nee. Du hast mich verarscht! Schon vergessen?"
"Das war doch nur ein Ausrutscher. Du hast doch die Zeit mit mir auch genossen- ich weiß das."
"Das war mal!"
"Ich hab genügend andere Mädels.Du weißt, ich bin nicht gerade unbeliebt."
"Schön für dich. Dann such dir doch ne Neue!"
"Nein, ich will dich zurück."
"Vergiss es! Wir sind Geschichte!"
"Nein, sind wir nicht. Wir gehören zusammen."
"Pack mich nicht an," sagte ich und schlug seine Hand weg, mit der er über meine Wange streifte. Verpiss dich einfach!
"Lass mich zufrieden! Es ist vorbei, akzeptier das endlich," sagte ich aggresiv und drängelte mich auch durch die Menschenmassen, um näher an die Bühne zukommen.
Nach `So wie du` spielten sie noch `Vorbei`, `Geht ab`, `Ein neuer Tag` und `Neustart`. Die Leute gingen richtig ab und nach jedem Song, abplaudierten alle sehr lang.
"Danke, danke Leute. Hoffe wir sehen uns bald wieder! Feiert noch krass," meinte Timo zur Verabschiedung und winkte in die Menschenmasse. Sassi, die ich wieder gefunden hatte, ging mit mir zurück zur Bar. Kurze Zeit später kamen auch die Jungs zu uns.
"Was wollte der Flachwixxer denn schon wieder von dir," fragte mich Chris sofort.
"Mich volllabern!"
"Von wem reder ihr," mischte sich David ein und guckte mich an.
"Jonas," meinte Chris zu ihm.
"Jetzt wird erstmal fett Party gemacht," rief Timo und kam zu uns. Er schwung seinen einen Arm um David und den anderen um mich.
"Acht Wodka O," meinte er zur Barfrau und löste seinen Arm, der im David lag. Dann legte er 20€ auf den Tisch und meinte: Das stimmt so! Wir nahemn uns alle ein Glas, außer David. Der werte sich strickt dagegen etwas zu trinken. Wir setzten uns auf die Barhocker und tranken unser Glas leer. Dann bestellten wir uns immer mehr, außer David und Jan, denn der musste ja noch Auto fahren. Nach ein paar Gläsern , achtete Chris nicht mehr darauf, wie viel Alkohol ich getrunken hatte. Nach ungefähr zwei Stunden, fielen wir aus dem Club.
"Das war doch mal ne geile Party,"meinte ich zu Frank.
"Das wars wohl. Komm mal her," meinte er und nahm mich in den Arm.
"Gruppenkuscheln," meinte Timo der auf uns zu gesprungen kam. Dann kamen auch noch Sassi, Juri und Chris. Jan und David setzten sich schonmal ins Auto. Nach ein paar Minuten stappelten wir uns wieder im Auto. Die Fahrt bis zu uns nach Hause war lustig und bei jeder Kurve wurden wir wieder zusammengequetscht. Aber weil wir angetrunken waren, empfanden wir das als Spaß. Dann fielen wir in die Wohnung.
"So, wer schläft heut bei mir," lallte ich.
"Ich," meinte Frank und wir verschwanden in meinem Zimmer. Ich zog mir Shorts und ein anderes T-Shirt an. Frank legte sich wieder in Boxershorts in mein Bett. Nach kurzer Zeit schlief ich ein.
Oh man, was macht denn Frank bei mir im Bett?! Mein Schädel brummt und ich könnt kotzen , so schlecht ist mir.
Ich schleichte in die Küche und sah, dass Jan dort saß.
"Moin," sagte er freudig. Okay, das Licht blendete wirklich. Ich schielte ihn an.
"Morgen," sagte ich und schmiss den Kaffeeautomaten an. Dann nahm ich mir noch ne Aspirin und en Glas Wasser.
"Und? Hatteste viel Spaß gestern Nacht," fragte er grinsend.
"Hä? Was meinst du denn?"
"Frank und du?"
"Da war doch gar nichts!" Er guckte mich unglaubwürdig an. Ich nahm die Aspirin in den Mund und schluckte sie mit Wasser runter.
"Ist so! Ich bin gleich eingeschlafen," meinte ich und schnappte mir die Tasse. Dann setzte ich mich auf einen Stuhl und nippte an meinem Kaffee.
"Morgen Leute," meinte Frank, der mit Boxershorts in die Küche kam. Mir war das alles äußerst peinlich und ich starrte meine Tasse an. Er setzte sich neben mich.
"Warum grinst du denn so," fragte Frank Jan.
"Ich lache nur über euch beide."
"Warum?"
"Hana wollte mir gerade klarmachen, das da heut Nacht nichts zwischen euch war."
"Stimmt ja auch! Sie war sofort eingeschlafen. Also mach dir keine Hoffnungen oder sowas ähnliches! Und dir muss es nicht peinlich sein, da war doch nichts zwischen uns beiden," meinte er und wante sich dabei zu mir. Ich schaute auf.
"Hast ja Recht," sagte ich grinsend. Jan und er unterhielten sich noch lange über den Auftritt gestern. Ich hörte gar nicht mehr richtig zu, sondern trank nach und nach meinen Kaffee.
"Achso, denn soll ich dir von David geben," meinte Jan und übergab mir einen Zettel.
"Wo ist er?"
"Nach Hause. Du hast den gestern ganz schön verletzt."
Ich legte die Hand auf die Stirn.
"Ich bin so ein Rindvieh," sagte ich verärgert und öffnete den Brief.
Morgen,
wenn du diesen Brief list, bin ich wahrscheinlich schon zu Hause. Ich wollte dir sagen das, dass alles ziemlich scheiße zwischen uns gelaufen ist. Ich versteh dich einfach nicht, du sagst, dass du noch an diesem Jonas hängst und dann machst du Frank an- erklärs mir, denn ich checks nicht. Ich weiß nur, dass mich das ziemlich verletzt hat. Du weißt wie meine Gefühle zu dir sind. Aber ich weiß nicht, wie du zu mir stehst. Manchmal bist du das liebste und netteste Mädel, dass ich kenne. Und manchmal bist du verschlossen und redest kaum noch mit mir. Ich glaub nicht, dass ich irgendeine Chance bei dir hab. Wenn ich mir deinen Ex angucke: blauäugig und dazu noch blonde Haare. Ich bin ja fast das genaue Gegenteil. Ich will einfach nur Gewissheit. Ich will wissen, an was ich bin! Sag mir, ich soll dich in Ruhe lassen und ich werd dich in Ruhe lassen. Hauptsache du sagst irgendetwas.
Meld dich
David.
Ich las mir den Brief erneut durch und war vollkommend ratlos. Ich legte ihn auf den Küchentisch. Was soll ich jetzt bloß machen?!
"Und was hast du jetzt vor?"
"Hast du den Brief gelesen?"
"Türlich. Ich will schließlich wissen, wies weiter geht."
"Ich weiß net, was ich jetzt machen soll."
"Was empfindest du denn für ihn?"
"Ja, das weiß ich nicht. Das ist ja das Problem!"
"Mhh joa, das ist ein Problem! Was denkst du, wenn du bei ihm in der Nähe bist?"
"Traumtyp, er ist so verständnisvoll, kann super gut zuhören und hat Humor. Ich fühle mich einfach wohl bei ihm!"
"Und warum kannst du ihm das nicht sagen?"
"Ich hab einfach Angst, wieder so verletzt zu werden!"
"David ist aber nicht so. Entweder er liebt jemandem mit ganzem Herzen oder nicht," meinte Frank.
"Und dich liebt er mit ganzem Herzen," ergänzte Jan.
"Ich weiß, aber ich brauch ein wenig Zeit."
"Dann nimm dir die Zeit und zieh keine voreiligen Schlüsse."
Ich nickte nur und las mir den Brief erneut durch.
"Wo ist eigentlich Saskia? Weiß das einer?"
"Hmm joa," meinte Jan ein wenig eingeschüchtert.
"Wo denn?"
"Bei Linke,"nuschelte er.
"Was?"
"Bei Linke." Ich schaute ihn mit großen Augen an.
"Bei Chris? Im Bett? Willst du mich verarschen?!" Er schüttelte heftig mit dem Kopf.
"Haben sie... du weißt schon?"
"Ich denk schon. Auf jeden Fall liegt er oben ohne und sie ist ganz tief unter die Decke gekuschelt. Von daher-keine Ahnung."
"Ich glaub, ich geb mir nen Kopfschuss. Meine beste Freundin und mein Bruder?! Na super, gehts eigentlich noch schlimmer?!"
Ich starrte die Küchenuhr an und merkte wie jemand in den Raum trat. Ich drehte mich wieder um, es war Timo. Der knallte erstmal mit seinem Fuß gegen den Kühlschrank.
"Verdammte Scheiße! Missgeburt,Alter," fluchte er.
"Wo ist denn unser Sonnenschein," fragte Jan provozierend.
"Ich geb dir gleich mal Sonnenschein!"
"Hier ist aber jemand heute scheiße drauf," meinte Frank. Ich stand auf und holte ihm schonmal eine Aspirin und ein Glas Wasser.
"Danke," meinte er und schluckte das Zeug schnell runter, dann ließ er sich auf einen Stuhl fallen.
"Was hast du gestern Nacht denn noch veranstaltet," fragte ich ihn, weil so spät waren wir nicht ins Bett gegangen.
"Ich konnte durch ein paar Laute Geräusche nicht schlafen, die durch Linkes Zimmer drungen," sagte er aggresiv.
"Na klasse," sagte ich.
"Hat eigentlich jemand Hunger," fragte Jan ,um vom Thema abzulenken. Alle schüttelten nur den Kopf. Plötzlich kam Chris in die Küche gestürmt.
"Was ist denn los,Alter," fragte Jan ihn.
"Saskia hat gerade gesagt, dass sie sich in mich verliebt hat."
"Und du," fragte ich.
"Nein! Das war doch nur die eine Nacht."
"Du bist ein Vollidiot Chris! Ganz toll gemacht," beschwerte ich mich bei ihm lauthals.
"Schrei nicht so, sonst kommt sie in die Küche!"
"Man Chris, das ist meine beste Freundin und du hast nichts besseres vor, als sie flachzulegen. Dann verliebt sie sich in dich und du wunderst dich da wahrscheinlich noch drüber!"
"Was soll ich denn jetzt machen?"
"Ihr sagen, dass du sie nicht liebst," meinte Frank beruhigend.
"Bist du verrückt," sagte Chris geschockt, ,,dann heult sie wahrscheinlich noch."
"Das hast du echt toll gemacht. Wenn sie wegen dir traurig ist, dann kannst du was erleben Christian Linke," sagte ich zu ihm und ging aggresiv in mein Zimmer. Ich schmiss den Pc an und startete icq. David war online. Schreibst du ihm oder nicht?
Hana:
David? Können wir uns mal treffen?
David:
Warum?
Hana:
Ich will mit dir reden.
David:
Okay. Wann denn?
Hana:
Am besten jetzt, wenns dir passt.
David:
Jau. Dann in 5 min aufm Markplatz, okay?
Hana:
Okay, danke. Bye
David:
Bye.
Ich machte mich schnell fertig und ging dann aus meinem Zimmer.
"Wo willst du hin," rief Chris.
"Da, wo du nicht bist," rief ich zurück und ging raus. Ich war etwas nervös, ich wusste zwar nicht was ich sagen sollte, aber ich wollte mit ihm reden. Da stand er auch schon, ich atmete nochmal tief durch und lief dann zu ihm.
"Hey David," sagte ich ein wenig verunsichert.
"Hi, alles klar bei dir?"
"Ne, nicht wirklich. Wollen wir ein wenig spazierengehen."
"Klar," sagte er und wir liefen los, ,,also über was wolltest du mit mir reden?"
"Naja, da gibts vieles. Ich wollt dir erstmal sagen, warum ich manchmal so verschlossen bin. Ich hab einfach Angst verletzt zu werden. Das hat nichts mit dir zu tun, ich bin einfach so, seitdem Jonas mich betrogen hat."
"Ich würde sowas niemals machen."
"Ich weiß, aber es ist einfach schwer einem Menschen wieder so zu vertrauen. Und zu der Situation im Proberaum, mein Opa ist verstorben. Ich wollte nicht darüber reden, weil es weh tut. Ich vermisse ihn so sehr und als ihr dann noch `Ein neuer Tag` gespielt habt, da hätt ich einfach heulen können."
"Das hab ich nicht gewusst. Und was war das gestern Nacht mit Frank?"
"Ich war ein wenig angetrunken, aber da war nichts. Wirklich! Ich bin sofort eingeschlafen. Du kannst ihn selbst fragen!"
"Ich glaub dir ja, aber trotzdem war das ganz schön hart mitanzusehen."
"Das war mir gestern Abend nicht mehr bewusst- sorry."
"Schon ok," sagte er und ein leichtes Grinsen belegte seine schönen Lippen, ,,hat Jan dir meinen Brief gegeben?"
"Ja, hat er."
"Und? Was empfindest du?" Soll ich ihm das sagen, was ich zu Frank und Jan gesagt hatte.
"Ich bin mir nicht sehr sicher, aber wenn ich in deiner Nähe bin, fühle ich mich wohl, da kann ich so sein, wie ich wirklich bin. Außerdem hörst du mir immer zu und hilfst mir. Ich hab Bauchkribbeln, wenn ich bei dir bin." Er blieb stehen und fixierte meine Augen, mit seinen. Dann nahm er mich einfach in den Arm. Er wusste immer, was der richtige Moment war. Er wusste immer, was ich wollte und was nicht. Das schätzte ich wirklich an ihm.
"Woher weißt du eigentlich immer was ich will und was nicht?"
"Keine Ahnung, ich hab einfach so ein Gefühl," sagte er und hielt mich immer noch in seinen Armen. Ich fühlte mich einfach so wohl. Dieses Gefühl von Vertrauen, Geborgenheit und Verständniss hatte ich noch nie so stark empfunden.
"Wollen wir die ganze Zeit so stehen bleiben," lachte er.
"Ja ,gerne doch." Er musste ein wenig Lachen.
"Ich hätte da aber eine bessere Idee," hauchte er und drückte mich sanft weg. Dann schaute er mir in die Augen und unsere Lippen kamen sich immer näher. Schließlich versieglten sich unsre Lippen zu einem zärtlichen, kurzen Kuss. Nach einigen Sekunden lösten wir uns voneinander und schauten uns verliebt in die Augen. Er streichte mir über die Wange.
"Du bist so hübsch," hauchte er dabei. Ich schüttelte nur den Kopf. Nein, ich war nicht hübsch.
"Doch, bist du," sagte er mit ernster Miene.
"Danke," sagte ich verlegen und ich wurde ein wenig rot.
"Meinst du, Linke wird was dagegen haben. Naja, wenn wir zusammen sind," sagte er und nahm meine Hand.
"Hör mir bloß mit dem auf. Und selbst wenn? Pech für ihn!"
"Hast du dich mit ihm gestritten?"
"Nicht direkt, aber irgendwie schon. Er hat mit Sassi geschlafen, sie hat sich in ihn verliebt- er nicht."
"Was fürn Idiot," sagte David.
"Ja, das stimmt. Ich will nicht, dass er sie traurig macht. Sie ist doch meine beste Freundin."
"Hat er es ihr schon gesagt?"
"Soweit ich weiß, nein. Davor hat er dann wieder Schiss. Ich könnt mich da richtig drüber aufregen."
"Ist ja auch verständlich."
"Ich bin froh, dass ich dich hab," sagte ich drückte ihn einen kurzen Kuss auf den Mund.
"Wollen wir zu dir gehen?"
"Ja, bin ja mal gespannt, was jetzt da los ist."
Wir liefen also zu mir, Hand in Hand. Als wir in das Haus kamen herschte Totenstille. Wir suchten in der Küche nach den Jungs und fanden sie auch.
"Hast dus ihr gesagt," fragte ich gereizt.
"Wo warst du?"
"Das geht dich en Scheiß an. Ich hab dich was gefragt!"
"Ja, ich habs ihr gesagt."
Ich schaute ihn fragend an.
"Und sie?"
"Sie hat geweint und gemeint, er wäre ein Arschloch und sie wolle ihn nie wieder sehen. Und dann hat sie noch gesagt, dass sie nie wieder hier her kommt, wegen ihm," sagte Timo.
"Super. Dankeschön Christian! Haste wieder toll hingekriegt."
"Ich kann meine Gefühle nicht erzwingen," rief er mit lauter Stimme.
"Dann hättest du gar nicht erst mit so nem Scheiß anfangen sollen," mischte sich David ein.
"Sei ruhig. Warum hälst du eigentlich von meiner Schwester die Hand," fragte er ratlos.
"Das geht dich auch nichts an," sagte ich gereizt.
"Das geht mich sehr wohl was an! Was ist hier los?"
"Fick dich," sagte ich klar und deutlich.
"Sei nicht so frech, immerhin bin ich älter als du! Und wie wärs, wenn du ein wenig mehr Respekt vor mir hättest?!"
"Vor dir kann man keinen Respekt haben! Ich hasse dich und wünsche mir, du wärst nicht mein Bruder. Warum kannst du nicht so sein wie Jan oder Frank?"
Der hatte wohl gesessen, er schaute mich komisch an und verschwand dann in seinem Zimmer.
"Vielleicht war das ein wenig übertrieben," meinte Juri kleinlaut.
"Nein, das musste mal sein! Vielleicht versteht er es jetzt!"
"Das war aber echt zu heftig," mischte sich Jan ein.
"Wars nicht," sagte ich und verschrenkte meine Arme vor der Brust. Frank fing an zu Lachen.
"Du bist wie Linke, der gleiche Sturkopf," lachte er weiter.
"Danke Frank," sagte ich zickig.
"Richtig süß, wenn sie so zickig ist," meinte Timo zu Jan.
"Ist gut jetzt," meinte David. Ich musste Grinsen, denn erneut wusste er was ich wollte. Vielleicht waren wir ja Seelenverwandt.
"Alter, ich muss mal mit dir reden," meinte Timo zu ihm und sie liefen aus der Küche. Ich ließ mich auf Timos Stuhl nieder, mein Ellbogen stützte meinen Kopf.
"Das nimmt dich doch mit," meinte Jan.
"Was?"
"Mit Linke."
"Nee, das mit Saskia.Sie ist meine beste Freundin und mein idiotischer Bruder hat nichts Besseres vor als... schon gut." Plötzlich klingelte das Telefon, es lag hinter Frank.
"Geh mal dran," sagte ich lustlos.
"Ja Ziegler bei Linke, " die Person am Telefon laberte irgendwas, ,,ja, ihrer Tochter geht es wunderbar. Und ihrem Sohn auch, ja sie verstehen sich super. Ja natürlich geht sie zur Schule-keine Frage. Sie wollen sie mal sprechen?"
Ich schüttelte nur heftig den Kopf.
"Die beiden sind leider nicht da. Nee, die sind Einkaufen und sowas eben. Deswegen bin ich auch ans Telefon gegangen. Ja, sag ich ihnen. Okay, schönen Urlaub noch. Bye!"
"Danke," sagte ich erleichtert. Jetzt auch noch ein Gespräch mit der? Nein-danke!
"Ein bisschen nervig, deine Mum," fragte Jan.
"Ja, sowas von. Wie gehts denn meiner Kleiner. Gehts dir gut," äffte ich sie nach und die anderen fingen an zu Lachen.
"Du hast sie ja sooooo lieb," meinte Jan sakastisch.
"Ja total. Nein, im Ernst. Ich bin froh, dass sie für zwei Wochen weg ist."
"Und schon sind wir wieder da," meinte Timo und kam mit David in die Küche.
"Darf ich dich auf den Schoß nehmen," fragte David. Ich stand auf und er setzte sich auf den Stuhl. Danach ließ ich mich auf seinem Schoß nieder und gab ihm einen Kuss.
"Passt auf, dass euch nicht die Augen ausfallen," meinte David zu den Jungs.
"Sei ihr jetzt zusammen," fragte Frank strahlend. Ich schaute David an, sein Blick war vielsagend.
"Jop," sagte ich nickend.
"Endlich," meinte Jan und setzte ein freudiges Lächeln auf, ,,hat ja auch lang genug gedauert."
"Ich finde, die Zeit war genau richtig," strahlte ich.
"Find ich auch," meinte David und küsste mich auf die Wange. Plötzlich kam Chris aus seinem Zimmer gestürmt und zerrte mich von David.
"Was soll denn der Scheiß," fragte ich sauer.
"Verpiss dich," meinte er zu David.
"Was gehtn mit dir ab," mischte sich Timo ein.
"Er bleibt hier! Hast du en Schatten," fragte ich total gereizt.
"Nein, du kannst vergessen, dass ihr zusammen seid!"
"Was kann ich?"
"Du hast mich schon ganz richtig verstanden!"
"Warum stresst du denn jetzt hier so rum," fragte Jan ein wenig geschockt.
"Das geht euch einen Scheiß an!"
"Hast du irgendwas in deinem Zimmer gekifft," fragte David, der schon längst vor Christian stand.
"Halt dein Maul! Packst du sie noch einmal an, dann..."
"Christian, jetzt halt dein Maul endlich," schrie ich.
"Ich hab dir schonmal gesagt, das du Respekt vor mir haben sollst," sagte er genervt.
"Mir reichts hier! Wirklich. Ich muss hier weg, meinetwegen schlaf ich auch unter der Brücke, ich werde nicht hier bleiben! Du bestimmst schon wieder mein Leben, ich kann das alleine endscheiden! Ich weiß nicht, wie Sassi sich in dich verlieben konnte. Ich weiß auch nicht, wie es Jan, Juri, Timo, Frank und David es mit dir aushalten. Und ich weiß erst Recht nicht, warum ich dich verdient habe. Aber eins weiß ich, ich werd jetzt meine Sachen packen und von hier abhauen!"
"Das wirst du ganz sicher nicht!"
"Doch, werd ich! Du machst mir alles kaputt! All das, was mich glücklich macht, das willst du mir nehmen! Wahrscheinlich weil du mit deinem eigenem Leben nicht klar kommst!"
Er schaute mich mal wieder aggresiv an und seine Augen, wurden zu Schlitzen.
"Ganz ruhig," meinte Frank und stand auf. Ich nahm David am Arm und wir liefen zusammen in mein Zimmer. Ich stellte mich vor meinen Spiegel und schaute mich an. Ich musste die Tränen zurückhaltend. David kam zu mir und legte seine Hände um meinen Bauch. Ich schmiegte meinen Kopf an Seinen.
"Wein ruhig, danach geht es dir besser." Langsam flossen tausende Tränen über meine Wange. Ich schlurzte vor mich hin und David hielt mich einfach nur in seinen Armen.
"Warum gönnt er uns das Glück nicht," schlurzte ich.
"Ich weiß es nicht, aber wir halten zusammen," sagte er und zog mich noch näher an sich, ,,komm leg dich hin." Er setzte sich auf mein Bett und legte meinen Kopf in seinen Schoß. Er spielte mit meinen Haaren und meine Tränen trockneten langsam.
"Wenn du willst, kannst du erstmal bei mir schlafen," meinte er führsorglich.
"Ich will hier nicht weg. Das habe ich eben gesagt, weil ich sauer war."
"Ich weiß, ich kann auch bei dir bleiben."
"Ja," sagte ich glücklich und kuschelte mich an ihn. Ich hatte so extremes Bauchkribbeln, sowas hatte ich noch nicht mal bei Jonas. Ungewöhnliches Gefühl, aber schön. Es gefällt mir.
"Hana?"
"Jaaa?"
"Ich liebe dich," sagte er.
"Ich dich auch und zwar überalles auf dieser Welt."
"Du bist süß."
"Du bist süßer," grinste ich.
"Ich dachte schon, ich hätte bei dir keine Chance, weil ich ja das genaue Gegenteil von Jonas bin."
"Jonas war ein Schönling, der hatte aber nichts im Kopf. Du bist wunderschön und hast was im Kopf! Außerdem bist du so gefühlsvoll und verständnissvoll. Weißt du was mich interessiert? Was hast du gedacht, als du mich da an der Tür gesehen hast."
"Ich hab gedacht: Das ist Linkes Schwester? Wow. Ich glaub, ich komm öfters hier her," lachte er.
"Nein, jetzt mal im Ernst," lachte ich mit ihm.
"Das ist mein Ernst!"
"Am Anfang hatte ich gar keinen Bock auf diese zwei Wochen, weil ich gedacht hab, ihr wärt alle Idioten- das stimmt aber nicht."
"Danke," lachte er, aber ich wusste, er war nicht beleidigt. Ich grinste nur. Plötzlich klopfte jemand an die Tür. Wenn das jetzt Christian ist, dann tick ich aus.
"Ja," rief ich genervt und richtete mich auf. Die Tür ging auf und Timo kam rein.
"Linke will mal mit dir reden," sagte er.
"Schön für ihn. Er traut sich ja noch nicht mal selbst hier her zukommen!"
"Geh mit ihm reden, bitte," meinte Timo. Ich schaute David fragend an, der nickte mir zu. Ich stand auf und ging schwerenherzens in die Küche. Dort saß nur Christian am Küchentisch. Ich setzte mich auf einen Stuhl und verschrenkte meine Arme, aber ich schaute ihn nicht an.
"Also," fragte ich nach einer ganzen Weile.
"Ich gönn dir dein Glück," sagte er zögernt, ,,aber warum muss es unbedingt David sein?"
"Ich hab mir das nicht ausgesucht! Außerdem, was hast du denn gegen ihn?"
"Ich hab nichts gegen ihn. Er ist einer meiner besten Freunde. Aber was machen wir denn, wenn er sich z.B. von der trennt?"
"Wir lieben uns. Außerdem wer hat denn meine beste Freundin flachgelegt?"
"Das ist aber nicht das Gleiche."
"Stimmt, es ist noch schlimmer! Weißt du eigentlich, das du mich immer kontrollieren willst! Das nervt und manchmal verletzt das auch," sagte ich entrüstet.
"Meinst du es hat mich eben nicht verletzt? Ich hab gedacht, ich wär ein toller Bruder. Und dann knallst du mir sowas an den Kopf!"
"Dann frag dich mal warum!"
"Ich hab dir schonmal gesagt, dass ich immer nur das Beste für dich will! Bitte versteh einfach, dass ich mir Sorgen um dich mache. Du bist meine kleine Schwester."
"Aber es reicht mir. Du behandelst mich, als wäre ich erst zehn! Man, ich bin 15 und kann auf mich allein aufpassen!"
"Vielleicht habe ich auch nur Angst dich an jemand anders zu verlieren. Wie zum Beispiel an David," sagte er und seine Augen wurden glasig.
"Du verlierst mich nicht, Chris. Und du bist ein toller Bruder. Dich kann keiner ersetzen. Ich liebe dich -geschwisterlich- und David liebe ich auch. Ich will nur, dass du mir das Glück mit ihm gönnst und das eure Freundschaft nicht darunter leidet. Und natürlich wirst du mich an niemanden verlieren. Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben."
"Versprochen," fragte er nochmal nach.
"Versprochen," sagte ich. Ich ging zu ihm und umarmte ihn von hinten.
"Ich glaub, ich geh mal zu David, mich endschuldigen."
"Das solltest du tun. Er ist in meinem Zimmer."
"Ich weiß."
Er stand auf und lief in die Richtung meines Zimmers. Ich folgte ihm, David blickte auf, als er in mein Zimmer kam. Timo stand auch noch dabei.
"Tut mir Leid," sagte er ein wenig zögernt.
"Schon gut," meinte David und die beiden umarmten sich. Endlich.
"Dann ist ja jetzt alles wieder gut und wir können die restlichen Wochen genießen," meinte Timo freudig.
"Und ich muss übermorgen wieder in die Schule," sagte ich genervt.
"Aber doch nur drei Stunden," meinte Timo.
"Das reicht auch, der letzte Tag ist eigentlich immer total schwachsinnig. Nur wegen den Zeugnissen."
"Meinste dein Zeugnis ist gut," fragte Timo.
"Hmm, denk nicht."
"Auch egal," meinte Chris.
"Wo sind eigentlich die anderen," fragte ich undwissentlich.
"Ach, die sind nach Hause. Die hatten heut keinen Bock hier zu bleiben."
"Spassten," meinte Chris dazu, ,,und was wollen wir heut machen?"
"Lass uns in en Musikladen oder so gehen," meinte Timo begeistert. Anscheinend war er stolz über seinen Ideeneinfall.
"Coole Idee," meinte Chris zu ihm.
"Ich bleib hier," sagte ich und setzte mich auf mein Bett.
"Dann bleib ich auch hier," sagte David und setzte sich neben mich. Chris guckte zwar ein wenig komisch, aber war damit einverstanden. Die beiden machten sich also ein wenig fertig und gingen dann in die Stadt. Wir saßen immer noch auf dem Bett und schauten uns in die Augen.Er strich über meine Wange und schließlich küssten wir uns. Die Zeit mit ihm, war die Schönste überhaupt. Wir lehnten uns zurück, aber ließen nicht voneinander ab.
"Ich verbringe so gerne Zeit mit dir," hauchte er.
"Ich auch. Ich fühle mich einfach so wohl bei dir."
"Du bist so süß," sagte er und gab mir erneut einen Kuss.
"Bleibst du heute Nacht hier," fragte ich und nahm seine Hand.
"Wenn du das willst," sagte er und nahm meine andere Hand.
"Natürlich will ich das."
"Ich würd dich am Liebsten keine Sekunde mehr allein lassen."
"Dann lass mich keine Sekunde mehr allein," sagte ich und gab ihm einen leidenschaftlichen Kuss.
"Wie fandest du eigentlich unsern Auftritt im Point?"
"Ich fand ihn toll, ihr macht das echt gut. Vielleicht bekommt ihr ja irgendwann mal einen Plattenvertrag." Er legte sich hin und ich legte meinen Kopf auf seinen Brustkorb.
"Uff, schön wärs, so gut sind wir dann aber auch nicht."
"Red doch nicht so einen Schwachsinn, ihr seid toll."
"Wenn du das sagst, dann wird es wohl stimmen."
"Jaa, natürlich," sagte ich sakastisch.
"Was machst du jetzt eigentlich wegen Saskia?"
"Ach keine Ahnung was ich machen soll. Das ist irgendwie alles so kompliziert."
"Auf jeden Fall solltest du mit ihr reden."
"Da hast du wohl recht, aber jetzt nicht," sagte ich und drehte mich um, sodass ich mit meinen Armen gestützt auf seiner Brust lag. Er grinste mich an.
"Freust du dich schon auf die Schule," sagte er und blickte dabei ein wenig schadenfroh.
"Willst du mich jetzt irgendwie damit ärgern, dass du keine Schule mehr hast," grinste ich frech.
"Nein, ich doch nicht," lachte er. Ich gähnte ganz laut.
"Hier ist aber jemand müde," meinte er und streichte mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
"Jaaa," sagte ich und kuschelte mich an Davids Brustkorb.
"Und so willst du jetzt schlafen," fragte er noch, doch ich war eingeschlafen.
"Wo willst du denn hin," fragte ich vollkommend verschlafen, als David aufstehen wollte.
"Wir haben schon zwölf, ich will langsam mal aufstehen," sagte er und gab mir einen Kuss auf meine Stirn.
"Nee, es ist doch so schön," sagte ich und kuschelte mich noch enger an ihn.
"Och Süße."
"Das ist jetzt mein Spitzname," fragte ich grinsend.
"Türlich," sagte er und legte sich auch nochmal zurück.
"Weißt du eigentlich, dass ich noch nie so gut geschlafen habe?"
"Und weißt du eigentlich, dass ich noch nie so scheiße geschlafen habe," lachte er, ,,du hast dich die ganze Zeit rumgewälzt. Und ich konnte nicht schlafen."
"Dann kannst du heut Nacht umso besser schlafen."
"Das ist toll," sagte er sakastisch.
"Ich hab Hunger," sagte ich und mein Magen knurrte. Dann sprung ich auf und zog David nach oben. Er sprung auf und stand direkt vor mir. Ich küsste ihn leidenschaftlich und er erwiederte diesen Kuss zärtlich. Wir liefen Hand in Hand in die Küche. Chris und Timo saßen schon dort und aßen genüsslich ihr Brot. David und ich setzten uns auch hin und aßen etwas.
"Wie wars denn gestern noch," fragte David die beiden.
"Ganz gut,"meinte Timo, ,,aber wir ham nichts gescheitet gefunden."
"Und was habt ihr so gemacht," hakte Chris nach.
"Nichts. Einfach nur ein bisschen miteinander geredet und sowas eben," sagte ich. Chris guckte zwar ein wenig ungläubig, sagte aber nichts. Das Essen verlief eigentlich ziemlich ruhig, bis meine Mum mal wieder anrief, doch diesmal musste Chris mit ihr reden. Ich grinste ein wenig schadenfroh und streckte ihm gelegentlich die Zunge raus.
Als das Telefonat nach ungefähr zwanzig Minuten beendet war, ließ Chris sich auf den Stuhl fallen. Er rutschte soweit nach unten, dass er beinahe unterm Tisch saß.
"Die nervt so dermaßen," nörgelte er.
"Ich musste schon zweimal mit ihr telefonieren," sagte ich. Nun grinste auch er schadenfroh.
"Morgen gehts aber wirklich wieder in die Schule," meinte Chris mit ernster Miene.
"Ja, ja schon gut," sagte ich ein wenig genervt, ,,was habt ihr heute vor?"
"Wir wollten ein bisschen proben," meinte Timo und Chris nickte nur zustimmend. Ich lies den Kopf hängen.
"Och nöö," sagte ich und zog eine Schnute.
"Du wirst es ja wohl aushalten, ein paar Stunden von deinem David getrennt zu sein," meinte Timo grinsend.
"Ich halts aber auch nicht ohne sie aus," meinte David und schaute mich an. Ich versunk wieder in seinen tollen, blauen Augen.
"Verliebt sein, muss toll sein," meinte Timo und es schien so, als ob er in seinen Gedanken vertief wäre.
"Ist es auch," sagte ich grinsend und drückte David einen Kuss auf die Wange, ,,ich geh jetzt mal duschen. Bis gleich."
"Jaja, bis gleich. Bis in ner Stunde, "meinte Chris. Ich grinste nur und lief ins Bad. Es war zwar nicht ganz ne Stunde, aber ne Halbe-vielleicht. Ich lief frisch geduscht in die Küche, wo die drei noch saßen.
"Also, wir machen uns jetzt," meinte Timo und stand auf.
"Wohin wollt ihr denn?"
"Proben," meinte Chris kurz und stand auch auf.
"Och nöö," sagte ich und David tat es den andern zwei nach. Er kam zu mir und schloss mich in seine Arme.
"Soll ich morgen nach der Schule auf dich warten," fragte er bei der Umarmung.
"Ja, das wäre voll süß," sagte ich und genoss seine Nähe. Ich konnte seinen Herzschlag spühren.Er drückte mich sanft von sich weg und schaute mir dann in die Augen, was mich so verrückt machte. Dann küsste er mich leidenschaftlich.
"Ich vermiss dich jetzt schon," meinte er, als er sich von mir gelöst hatte.
"Ich dich auch," sagte ich und lies langsam seine Hand los. Die Jungs standen schon in der Tür, da drehte sich David erneut um und winkte mir zu. Ich winkte zurück und schenkte ihm ein Grinsen. Ich schnappte mir das Telefon und beschloss Saskia anzurufen.
"Ja, Saskia hier," sagte eine verheulte Stimme, an der anderen Leitung.
"Süße, ich bins," sagte ich stotternt.
"Hi," sagte sie leicht geknickt.
"Wie gehts dir?"
"Wie solls mir gehen? Scheiße."
"Das tut mir so Leid, ich weiß nicht, was da in Chris gefahren ist."
"Lass uns bitte nie wieder über ihn reden, okay," sagte sie schlurzend.
"Okay, aber bitte nicht weinen," sagte ich traurig.
"Es geht nicht anders," sagte sie ein wenig gequält, ,,kommst du morgen zur Schule?"
"Türlich, ich muss mir ja mein Zeugnis abholen."
"Stimmt, bin ja mal gespannt, wie meins ausgefallen ist."
"Sicherlich total gut- wie immer. Im Gegensatz zu mir," sagte ich zu ihr, um sie aufzumuntern.
"Naja hoffentlich, ich muss jetzt mal auflegen," sagte sie.
"Jop, wir sehen uns morgen. Ich hab dich lieb."
"Ich dich auch, bis morgen," meinte sie leise und legte aus. Oh man, Sassi ist echt voll traurig. Wie kann ich sie nur aufmuntern? Vielleicht schlag ich ihr morgen vor, ob wir zusammen shoppen wollen-mal sehen. Ich schmiss das Telefon auf den Küchentisch und ging in mein Zimmer, um den Pc anzuschmeißen. Ich schaute mich ein wenig bei Myspace um und schrieb mit ein paar Leuten in icq. Nach einiger Zeit, kam Jan plötzlich on.
DeeJay:
Na
Hana:
Hey, ich hab gedacht, ihr wolltet proben?
DeeJay:
Machen wir auch, aber Timo und Frank haben gerade en Problem mitm Songtext ;p
Hana:
Aso, na dann^^
DeeJay:
Soll dir einen ganz lieben Gruß von David sagen.
Hana:
Danke Schönen Gruß zurück
DeeJay:
Der kann sich die ganze Zeit nicht konzentrieren und verspielt sich, das nervt -.-*
Hana:
Ich finds süß ;p
DeeJay:
Is mir klar.. naja geht weiter! Bis dann, Bye
Hana:
Ok, viel Spaß noch. Bye
Jan ging off und plötzlich kam David on.
David:
Süße, ich liebe dich. Das wollt ich nomma schnell sagen.
Hana:
Das is soooo süß von dir. Ich liebe dich auch! Aber jetzt konzentrier dich mal auf deine Musik ;p
David:
Mach ich. Ldgv bye
Hana:
ida bye.
Er ist einfach zu süß... es ist alles so perfekt. Ich blieb noch einige Stunden im Internet, bis ich Hunger bekam. Ich lief in die Küche, um etwas Essvares zu finden. Ich Gefrierfach wurde ich fündig-Pizza. Mal wieder, langsam kommt sie mir aus den Ohren raus. Ich legte sie in den Ofen und machte das Radio an.Dann klingelte schon wieder das Telefon. Irgendwann schmeiß ich es aus dem Fenster. Ich nahm das Telefon und stellte das Radio leiser.
"Ja," sagte ich genervt ins Telefon.
"Hey, ich bins Mia," sagte sie ein wenig eingeschüchtert.
"Oh sorry Süße, dass ich so aggresiv klinge, aber ich hab gedacht du wärst meine Mum."
"Schon okay. Alles klar bei dir?"
"Schon und bei dir?"
"Auch, ich wollt dich fragen, ob du Zeit hast?"
"Eigentlich schon. Weißt du wodrauf ich Lust hätte?"
"Was denn," fragte sie gespannt.
"Skateboarden," sagte ich und schlüssig.
"Das ist mal ne geile Idee.Wir waren schon so lange nicht mehr auf der Halfpipe."
"Das stimmt allerdings. Lass uns in der halben Stunde dort treffen."
"Okay, ich freu mich."
"Und ich erst. Bis nachher."
"Jup, bis nachher."
Ich legte auf und drehte das Radio wieder auf. Dazu spasstete ich ein wenig ab und tanze wie wild durchs Haus. Ich war einfah nur gut gelaunt. So glücklich war ich schon lange nicht mehr und das sah man mir auch an.
"Hey Süße," meinte Mia, als sie mich sah. Ich schloss sie in die Arme.
"Du siehst toll aus," entgegnete sie mir.
"Du doch auch,"erwiederte ich grinsend.
"Uff heut sind schon wieder so viele Leute im Skaterpark," nörgelte sie ein wenig. Ich schaute mich um.
"Da hast du wohl recht," sagte ich, aber grinste weiter.
"Sag mal, warum bist du denn so happy," fragte sie und ließ sich auf den Boden nieder, um ihre Schützer anzuziehen.
"Es geht um David," meinte ich und tat es ihr nach.
"Hä? Welcher David," fragte sie vollkommend ahnungslos und rückte ihren Knieschützer zu recht.
"Naja, den Kumpel meines Bruder."
"Nicht dein Ernst," fragte sie und grinste mich ungläubig an.
"Doch," sagte ich nickend, ,,wir sind jetzt zusammen."
"Und Jonas?"
"Geschichte! David hat mich getröstet, als es mir scheiße ging," sagte ich, aber konzentrierte mich auf meine Ellbogenschützer.
"Süß," gab sie nur von sich und klopfte auf ihren Helm, den sie zuvor aufgesetzt hatte.
"Du musst ihn unbedingt mal kennenlernen," sagte ich und sprang auf, ,,Timo, Frank, Jan und Juri sind auch noch solo."
"Meinst du den Jan? Der war bei dir," fragte sie mit hochgezogenen Augenbrauen.
"Ja, der is voll nett."
"Wow, du hast ja echt ein Glück mit deinem Bruder," sagte sie und stand zügig auf. Ich zuckte mit den Schultern und spprang auf mein Skateboard.
Nach zwei ausgiebigen Stunden skaten, beschlossen wir noch was Trinken zu gehen. Wir setzten uns in unsere Lieblingseisdiele. Icb bestellte einen Milchskae und Mia ein Fruchteis.
"Undu meinst echt den Jan? Den aus der 10. ,"fragte sie ungläubig und löffelte an ihrem Eis rum.
"Ja, wenn ich es dir doch sage," meinte ich und nahm einen kräftigen Schluck meines Erdbeermilchshakes.
"Man, du hast echt ein Glück," mampfte sie.
"Ich kann dir seine icq-Nummer geben."
"Echt jetzt? Du hast seine Nummer?"
"Ja! Mia, ganz ruhig bleiben. Er ist nur ein normaler Junge!"
"Ein normaler Junge, der wunderschön is," meinte sie und versunk in ihren Träumen.
"Weißt du was? Ich hab ne super Idee," sagte ich und riss sie aus ihrer Fanatasie.
"Die lautet?"
"Ich hab mir gedacht, dass ich mit David morgen ins Kino gehe..."
"Tolle Idee," unterbrach sie mich.
"Und dann könnte ich doch Jan fragen, ob er mit will. So als Doppeldate, dann lernst du gleichzeitig David kennen."
"Das würdest du für mich machen," fragte sie vollkommend begeistert.
"Türlich," sagte ich nickend und trunk den letzten Schluck, aus meinem Glas. Sie strahlte mich an und grub an ihrem Eis rum. Plötzlich klingelte mein Handy.
"Sorry," sagte ich kurz zu Mia und nahm den Anruf an.
"Ja," sagte ich mit freudiger Stimme ins Telefon.
"Ich bins, David."
"Hey, wie war die Probe?"
"Ganz gut, aber ich hab dich vermisst."
"Frag mich mal," sagte ich fett grinsend.
"Ich wollt dich fragen, ob wir uns morgen treffen wollen?"
" Du wolltest doch nach der 3. Stunde auf mich warten."
"Mach ich doch auch. Ich meine aber danach."
"Ja, dadrüber hab ich auch nachgedacht. Wie wärs mit Kino?"
"Das is ne gute Idee."
"Kannst du Jan mitbringen?"
"Was? Warum denn," fragte er ein wenig misstrauisch.
"Das klärt sich alles vorm Kino, okay?"
"Naja okay. Ich lieb dich."
"Ich dich auch, bis morgen."
"Jop, bis dann."
Ich legte auf und stopfte das Handy wieder in meine Hosentasche.
"Du, ich geh jetzt mal," sagte ich und legte 5€ auf den Tisch.
"Okay, wir sehen uns morgen in der Schule," sagte sie, doch ich war schon im Gehen.
"Sag mir nicht, du isst schon wieder Pizza," fragte ich Chris, als ich in die Küche kam und mein Skateboard auf den Boden stellte.
"Doch, doch. Warst du skaten?"
"Jop, war voll lustig mit Mia."
"Wir könnten auch mal wieder was zusammen machen," sagte er und holte seine Pizza aus dem Ofen.
"Morgen wollen David, Mia, Jan und ich zusammen ins Kino. Such dir ne Begleitung und dann kommste auch mit," schlug ich ihm vor.
"Und wen sollte ich deiner Meinung nach fragen," meinte er fragend und nahm das erste Stück Salamipizza in den Mund.
"Keine Ahnung. Weckst du mich morgen?"
"Kann ich machen. Willst du schon ins Bett?"
"Jop, ich bin saumüde."
"Dann schlaf gut, Schwesterherz."
"Danke. Gute Nacht," sagte ich und verließ die Küche. Ich machte den Lichtschalter ein und zog mich schnell um, danach machte ich das Licht wieder aus und legte mich ins Bett. Ich schlief sofort!
"Hana los! aufstehen," meinte Chris und ruckelte an mir herum.
"Schon gut," motzte ich und richtete mich auf. Chris stand auf, denn er saß zuvor auf meiner Bettkante. Er lief aus meinem Zimmer und ich stand verschlafen auf.Ich schaute auf die Uhr.7.50 Uhr...Was? 7.50 Uhr? Ich hab nur noch 20 Minuten! Scheiße! Ich schmiss ein paar Sachen in meinen Rucksack und zog mir schnell etwas an. Ich lief ins Bad, putzte mir die Zähne, bändigte mein Haar und trug unauffällige Schminke auf. Dann schlenderte ich in die Küche. Ich nahm Chris sein Nutellabrot aus der Hand, welches er gerade essen wollte.
"Hey," motzte er.
"Keine Zeit," sagte ich schnell und lief in mein Zimmer, um meinen Rucksack zu holen.
"Wir sehen uns nachher," rief ich noch zu ihm und stürzte aus dem Haus. Noch fünf Minuten-scheiße! Ich schob mir den Rest des Brotes rein und rannte los. Zum Glück schaffte ich es in der Schule anzukommen, bevor es ,zu Unterrichtsanfang, klingelte. Ich setzte mich schnell auf meinen Sitzplatz und einige Sekunden später, war unser Klassenlehrer schon da. Mia und Saskia, die neben mir saßen, begrüßte mich zuvor freudig. In den ersten 2 Stunden, sollten wir unseren Klassenraum leerräumen und unsere Bücher abgeben. Die Abgabe würde einige Zeit dauern, denn erst mussten von jedem Schüler die Bücher eingescannt werden und dann mussten sie auch noch weggeräumt werden. Als ich endlich dran war, stand Jan dort, der mir helfen sollte, meine Bücher an die richtige Stelle zu legen.
"Na," sagte Jan, als er die Hälfte meiner Bücher nahm.
"Na, alles klar," fragte ich und legte mein Englischbuch auf einen Stapel.
"Türlich. Nur der Lehrer fickt mich an," flüsterte er mir zu.
"Kann ich mir vorstellen," lachte ich leise, ,,kommst du heut mit ins Kino?"
"Türlich, mit wem denn?"
"David, du, ich und die andere Person is ne Überraschung."
"Cool, wann denn?"
"Um acht vorm Kino," sagte ich und sotierte die letzten Bücher ein.
"Okay,bis nachher." Ich winkte ihm zu und lief dann zurück in den Klassenraum. Nach einer langen Pause, wurden endlich die Zeugnisse verteilt. Ich freute mich schon so auf David, deshalb zog sich die Stunde endlos.
"Hana, holst du dir jetzt mal dein Zeugnis," schrie unser Lehrer schon fast und riss mich aus meinen Gedanken. Ich stand auf und schnappte mir den Scheiß, dabei schaute ich unsern Lehrer finster an. Ich setzte mich wieder auf meinen Platz und huschte nur schnell über den Fetzen.
"Mit ach und Krach hast du das geschafft," meinte er spöttig zu mir.
"Schön! Freuen sie sich jetzt?!" Er schaute mich nur kopfschüttelnt an und machte dann weiter.
"Ich wünsch euch schöne Ferien, ihr könnt jetzt gehen," rief er am Ende der Stunde. Wir liefen alle aus dem Klassenraum und Sassi verabschiedete sich von Mia und mir.
"Rufst du mich nochmal an," fragte Mia, denn sie musste in eine andere Richtung laufen.
"Jup. Bye," sagte ich und rannte hinunter an die Bushaltestelle, denn da wollte David auf mich warten. Da steht er ja schon! Ich fing an zu grinsen und beschleunigte meinen Schritt. Er sah mich auch kaum auf mich zugelaufen.
"Hey," sagte ich freudig.
"Hi Süße," hauchte er und gab mir einen leidenschaftlichen Kuss.
"Ich hab dich so vermisst," sagte ich und schaute ihm tief in die Augen. Er nahm meine Hand und wir traten den nach -Hause-Weg an.
"Warum soll Jan heut Abend mit," kam es aus ihm herausgeplatzt.
"Naja, ich hab da so ne Freundin, Mia. Mhh und die findet den toll."
"Achso, ich hab schon gedacht," meinte er ein wenig erleichtert.
"Was hast du gedacht?"
"Das du nicht mit mir alleine sein willst."
"Doch, natürlich will ich das. Ich bin so müde," gähnte ich und lehnte meinen Kopf ein wenig an Davids Schulter.
"Du musstest heut auch früh aufstehen, oder?"
"Ja, um 7.50 Uhr hat mich Chris geweckt."
"Ich hab bis um zehn geschlafen," grinste er frech.
"Das wollt ich jetzt wissen," lachte ich.
"Wollen wir noch ein wenig spazieren gehen?"
"Ja, das is ne gute Idee. Heut is voll schönes Wetter," stellte ich glücklich fest.
"Endlich mal wieder. Ich musste die ganze Zeit an dich denken," sagte er und zog mich ein Stück näher, um mir einen Kuss auf die Wange zu geben. Ich grinste nur zufrieden und genoss seine Zuneigung.
Nach einem schönen, langen Spaziergang beschlossen wir noch zu mir zu gehen.
"Hey Chris," rief ich, als wir ins Haus eintraten.
"Wo warst du denn so lange," fragte er ein wenig besorgt.Wir traten in die Küche, in der er stand und irgendwas am Herd machte.
"Wir waren noch spazieren," sagte ich und schmiss meinen Rucksack gegen einen Stuhl. Chris drehte sich kurz um und sah David, den er dann freudig begrüßte.
"Was machst du denn da," fragte ich Chris und schaute ihm über die Schulter.
"Dein Lieblingsessen."
"Cool. Danke."
"Ich wollt dir nicht schon wieder Pizza servieren," lachte er. Plötzlich klingelte es.
"Ich geh schon," sagte ich und lief zur Tür. Ich riss die Türklinge runter und schmiss die Tür auf.
"Hey," meinte Frank freudig und umarmte mich.
"Hi," sagte ich nur und bat ihn hinein zukommen. Wir liefen zusammen in die Küche.
"Yo,yo David,"machte er einen auf Gangsta und umarmte ihn auch. Er begrüßte nun auch Chris, der ihn argwöhnisch anguckte.
"Hast du was getrunken," fragte David ein wenig geschockt von Franks guter Laune.
"Nein! Ich bin einfach nur geil drauf."
"Hat das irgendeinen besonderen Grund," fragte ich ihn.
"Ja," rief er und umarmte mich erneut," ich bin verliebt. Und zwar so richtig."
"Und wie heißt die Unglückliche," lachte Chris fragend.
"anna, sie hat so tolle Augen und ihre Haare," erzählte er verliebt und ließ sich auf einen Stuhl fallen.
"Wie alt," fragte Chris kurz und goss die Nudeln ab.
"13," nuschelte er fast.
"Wie alt," fragte David ungläubig nach.
"13," wiederholte er leise.
"Frank, bist du noch ganz sauber?! Du bist 19, das sind 6 Jahre. Du machst dich strafbar!"
"Aber ich hab mich doch verliebt," meinte er mit einem gedämpften Ton.
"Warte doch einfach bis sie 14 ist," meinte David, um ihn ein wenig aufzumuntern.
"Toll," sagte er ein wenig sakastisch. Chris stellte schweigend die Spaghetti und die Soße auf den Tisch. Ich holte vier Teller und die gleiche Anzahl von Gläsern auf den Tisch. Chris holte noch Besteck und schließlich setzten wir uns hin, David tat es uns nach. Wir verschlangen die Nudeln gierig und zwischendurch beklagte sich Frank über sein beschissenes Leben. Wir versuchten ihn natürlich zu trösten, doch das ging irgendwie nicht. Als dann einige Zeit Stille war, setzte ich mich auf Davids Schoß, der mich näher zu sich zog und mir einen Kuss gab.
"Ich hab dich noch sie so glücklich gesehen,"meinte Frank, der anscheinend versuchte auf andre Gedanken zu kommen.
"Das liegt nur an Hana," sagte er fett grinsend. Ich wurde ein wenig rot, aber musste dennoch lächeln.
"Für euch beide finden wir auch noch irgendwann die Richtige," sagte David mit beruhigender Stimme.
"Für Jan hab ich schon Eine."
"Wen denn," fragte Chris und begann die Teller in die Spülmaschine zu stellen.
"Mia. Die findet ihn ja sooo hübsch. Appropo, ich muss sie mal anrufen," sagte ich und stand auf. Ich packte mir das Telefon und wählte ihre Nummer.
"Ja?"
"Hi Mia, ich bins Hana."
"Hey Süße, alles klar?"
"Türlich und bei dir?"
"Ja, ein bisschen aufgeregt, wegen heut Abend."
"Es ist doch nur ein normaler Junge. Ich mein, du tust gerade so, als ob es dein erstes Date wäre."
"Naja, mein Erstes nich. Ich bin halt nich so beliebt bei Jungs, wie du."
"Ich bin nicht beliebt bei Jungs." Ich lief aus der Küche, in mein Zimmer, dort schmiss ich mich aufs Bett.
"Nur nicht. Ich erinner mich nur an Christoph, Jonas, Tim und Fabian!"
"Mit Christoph und Tim war ich doch nicht zusammen."
"Aber en Date."
"Keinen habe ich jemals so geliebt, wie David!"
"Er muss ja ein richtiger Traumtyp sein."
"Ist er auch.Weißt du, mit ihm würde ich alles teilen, sogar mein Leben."
"Wow, sowas hast du noch nie bei einem Typen gesagt."
"Ich weiß. Er ist halt was ganz Besonderes," sagte ich verträumt.
"Echt süß. Naja, wann wollen wir uns denn am Kino treffen?"
"Um acht, hab ich zu Jan gesagt."
"Okay, soll ich mich eher auffällig oder unauffällig schminken?"
"Unauffällig. Und Süße? Verstell dich bitte bicht. Du bist toll. Entweder er lernt dich lieben, so wie du bist oder er lässt es."
"Mach ich nicht. Danke. Bye Süße."
"Bye," sagte ich und legte auf. Plötzlich kam David die Tür rein.
"Darf ich reinkommen?"
"Natürlich, du darfst immer reinkommen," sagte ich und er setzte sich neben mich aufs Bett.
"Von welchen Typen habt ihr geredet," fragte er ein wenig besorgt.
"Von Typen mitdenen ich mal was zu tun hatte. Ist aber doch egal," antwortete ich und setzte mich auf. Er wante sich zu mir und schaute mich wieder mit seinen blauen Augen an. Dann streichte er mir sanft über die Wange.
"Ich liebe dich so sehr," hauchte er.
"Ich will dich niemals verlieren," flüsterte ich. Unsere Lippen kamen sich näher, bus sie gefühlsvoll aufeinander lagen. Langsam aber sicher kam meine Zunge ins Spiel und auch er fing an.Aufeinmal wurde die Tür aufgerissen.
"Oh sorry," meinte Frank mit einem fetten Grinsen auf den Lippen," ich wollt fragen, ob ihr mit in die Stadt kommt?"
"Siehst du nicht, dass du gerade störst," motzte ich und schmiss mein Kopfkissen gegen ihn.
"Schon gut. Schon gut," rief er und verschwand aus dem Raum. Dann machten wir da weiter, wo wir unterbrochen wurden. Langsam fing er an mir pber den Rücken zu streicheln. Unsere Küsse wurden immer intensiver.
"Süße halt, halt. Ich will nicht gleich mit dir in die Kiste springen," nuschelte er in die Küsse.
"Ich doch auch nicht. Warum weißt du eigentlich immer was richtig ist," hauchte ich und legte meine Hände um seinen Hals. Dann fixierte er mich wieder mit seinen Augen.
"Deine Augen mach mich vollkommend verrückt," sagte ich leise und gab ihm einen zärtlichen Kuss.
"Du machst mich vollkommend verrückt." Ich grinste ihn an und schmiss ihn locker zurück. Ich setzte mich über ihn und zog ihm am Kragen hoch, dabei gab ich ihm einen leidenschaftlichen Kuss. Nachdem ließ ich mich neben ihm fallen. Er legte seinen Arm um mich und zog mich näher an seine Schulter.
"Es ist alles so perfekt," sagte ich und legte meine Hand auf seine Brust.
"Das liegt daran, dass du so perfekt bist."
"Nee, du bist perfekt."
"Sicher nicht. Sagen wir so: Wir beide zusammen sind perfekt." Ich musste leise lachen.
So lagen wir die ganze Zeit und unterhielten uns über Gott und die Welt. Es war echt schön und sehr enspannend. Als es dann halbacht war, beschlossen wir loszugehen, um nicht zu spät zu kommen. Außerdem wollte ich vor Jan da sein, denn es wäre ja ein bisschen doof gewesen, wenn Mia da stehen würde und würde keinen Ton sagen, weil sie zu schüchtern ist. Als wir dann endlich da waren, war Mia schon da- wie erwartet. Von Jan war noch keine Spur.
"Also das ist David. David das ist Mia," sagte ich, als wir uns begrüßt hatten. Die beiden gaben sich die Hand.
"Ich hab schon voll viel von dir gehört," grinste sie.
"In welchen Film gehen wir überhaupt," fragte David völlig ahnungslos.
"Das Parfum, also da würd ich gerne mal rein," meinte ich.
"Find ich auch," meinte Mia nickend.
"Mir solls recht sein. Hauptsache du bist glücklich," meinte er und legte seine Hand auf meine Hüfte. Mia lächelte mich nur freudig an. Dann kam Jan zu uns gestoßen.
"Moin," meinte er und schaute Mia an.Die wurde total rot und wante ihren Blick ab.
"In welchen Film gehts denn," fragte er, nachdem wir ins Kino gegangen waren.
"Das Parfum-haben die Mädels ausgesucht."
"Ähh Hana, dir is aber bewusst das, dass en Horrorfilm is," meinte er ein wenig spöttisch. Ich wante mich zu David.
"Dir is schon klar, das du heute bei mir schläfst," sagte ich mit einem bittenten Ton. Er fing an zu lachen und gab mir einen Kuss auf die Stirn.
"Natürlich," sagte er dazu noch.
"Süß die beiden, oder," meinte Jan zu Mia. Die wurde wieder rot wie ne Tomate und brachte nur ein stummes Nicken hervor. Wir kauften uns Karten, Getränke und Popcorn und liefen schonmal in den Kinosaal. Jan musste unbedingt noch eine Rauchen, naja es war ja noch Pause.
"Gleich bringt er die auch noch um," machte Jan Witze und lachte sich halbtot. Ich hatte natürlich Angst und vergrub mein Gesicht des öffteren in Davids T-Shirt.
"Ja," flüstere Jan, zu dem ich aufblickte und erkannte, dass er am telefonieren war. Ich hörte gar nicht hin, sondern wante meinen Blick auf die Leinwand. Nach ein paar Minuten, strahlte Jan förmlich in Davids Richtung.
"Was denn," fragte dieser.
"Wir..wir sollen heut Abend nochmal im Point spielen,"grinste er vollkommen happy.
"Wie geil! Wann?"
"Jetzt gleich. Wenn wir sofort loslaufen können wir es noch rechtzeitig schaffen." Na ganz toll. Ich schaute David ein wenig genervt an und der erwiederte meinen Blick, mit strahlenden Augen.
"Das ist mir sau wichtig," meinte er mit einem endschuldigend Ton.
"Ich weiß," sagte ich und rollte ein wenig meine Augen.
"Nachdem Auftritt komm ich wieder zu dir," meinte er und stand auf.
"Genau, wir sehen uns sicher bei euch zu Haus," sagte Jan cool und zwinkerte mir zu. Ich nickte nur genervt und schaute danach wieder auf die Leinwand. David gab mir noch einen Kuss, den ich aber nicht erwiederte.
Nachdem Film wollte Mia noch ihr Schlafzeug holen, denn sie wollte bei mir übernachten. Es war schon dunkel und wir liefen gerade über den Marktplatz. Plötzlich kamen uns Jonas und seine Kumpels entgegen. Och nee, nicht der schon wieder! Verfolgt der mich?!
"Na," hauchte er und blieb vor mir stehen.
"Geh mir aus dem Weg," sagte ich genervt.
"Warum denn?"
"Jonas, ich bin jetzt mit einem andern zusammen, also wäre es ganz nett, wenn du mich in Ruhe lassen würdest," sagte ich ein wenig provozierend und schaute ihm tief in die Augen.
"Und wie heißt der," fragte er und wurde schon wieder total aggresiv.
"Das geht dich nix an," sagte ich, aber wante meinen Blick nicht ab.
"Das geht mich was an! Sag mir jetzt seinen Namen," schrie er schon fast.
"Nein," rief ich und schubste ihn zur Seite. Mia und ich liefen schnell weiter und schwiegen, bis wir vor meiner Haustür standen.
"Der ist total strange drauf," meinte Mia und lehnte sich an die Hauswand.
"Echt mal," seufzte ich und schloss die Tür auf. Wir liefen hinein und und ich schaltete erstmal überall das Licht an. Mia lief schon geziehlt in mein Zimmer und stellte ihren Rucksack mit den Schlafsachen ab. Ich lief in die Küche, um ein paar Chips zu holen. Mia kam zu mir und setzte sich auf einen Stuhl.
"Dich regt es ganz schön auf, dass David zu dem Auftritt gegangen ist, oder," fragte sie leise.
"Toll finde ich es nicht," antwortete ich und schmiss die Tüte auf den Tisch," aber ich muss es wohl akzeptieren." Was ist das denn? Ich hob einen Zettel auf, der unterm Tisch lag. Er war von Chris:
Hey Kleines,
hab dein Zeugnis gesehen, ist net gerade sooo dolle xD
Wollt dir nur sagen, dass wir wieder en Auftritt im Point haben und so um elf wieder kommen.
Wäre voll lieb, wenn du dann schon ne Pizza bestellt hast-mal wieder ^^
Wünsch uns viel Spaß & Erfolg.
hdgdl Chris
"Na toll, jetzt wollen die schon wieder Pizza essen," nörgelte ich und griff nach dem Telefon.
"Ja hallo. Hier ist Hana Linke, ich wollt ne Partypizza bestellen," sagte ich ins Telefon und gab noch den Belag und die Adresse durch.
"Fressen die eigentlich den ganzen Tag Pizza," fragte Mia, als ich aufgelegt hatte.
"Jup, bis meine Eltern da wieder kommen, können wir sie durch die Wohnung rollen," lachte ich und Mia stimmte ein.
"Was ist denn hier so lustig," fragte Chris, der mit den andern Jungs in die Küche kam.
"Och nix. Das ist Mia," klärte ich, denn die Jungs guckten sie fragend an.
"Kann ich mal kurz mit dir reden? In deinem Zimmer," fragte David bittend.
"Meinetwegen," sagte ich schulternzuckend und wir liefen zusammen dorthin.
Ich lehnte an meinen Schreibtisch und verschrenkte die Arme. Ich schaute ihn fragend an, dennoch wusste ich, was jetzt kommen würde.
"Sei nicht sauer," fing er an und streichte mir über den Oberarm.
"Ich bin nicht sauer, aber toll fand ich das nicht," sagte ich und schaute ihm wieder in die Augen.
"Du weißt doch, wie wichtig mir die Musik ist."
"Wichtiger als ich," nuschelte ich vor mich hin. Ich schaute zu Boden und eigentlich hätte ich mich für diese dumme Frage schlagen sollen. David legte seine Hände auf meine wangen und drückte meinen Kopf sanft nachoben, sodass ich ihm wieder in die Augen schauen musste.
"Niemals," hauchte er und ich versunk in seinen blauen Augen, ,,nichts ist mir wichtiger als du."
Mein Blick wurde versteift und ich war sehr überrascht, sowie geschockt.
"Was ist denn," fragte er, als er meinen komischen Blick sah.
"Ich... ich weiß nicht. Sowas hat noch nie jemand zu mir gesagt."
"Es ist die Wahrheit. Ich liebe dich," flüsterte er und wollte mich küssen.
"Nein David, ich hab dich nicht verdient!"
"Natürlich hast mich verdient. Warum sagst du sowas?"
"Weil ich es so fühle. So viel Liebe, Geborgendheit und Vertrauen und mir noch nie jemand geschenkt."
"So viel Liebe, Geborgenheut und Vertrauen hast du aber verdient. Du bist ein tolles Mädchen," hauchte er und schaute mir tief in die Augen.
"David... ich..."
"Schh," sagte er und legte seinen Zeigefinger auf meine Lippen, ,,sag einfach nichts." Ich schloss die augen und spührte seinen Atem, der immer näher kam. Schließlich versieglten sich unsere Lippen zu einem zärtlichen Kuss.
"Danke," sagte ich leise.
"Für was denn danke," grinste er.
"Das du mich liebst, so wie ich bin." Er nahm mich einfach in den Arm und hielt mich fest. Er streichte mir über die Haare und drückte mich an sich. David ist mir so verdammt wichtig! Ich hätte ihn am Liebsten gar nicht mehr losgelassen, doch dieser Zeitpunkt musste ja irgendwann kommen- es klingelte.
"Das ist wohl die Pizza. Ich hab sooo einen Hunger," meinte David und ließ mich los.
"Dann lass uns mal was essen," sagte ich mit einem kleinen Lächeln. Als wir aus meinem Zimmer kamen, stand Chris gerade an der Haustür und bezahlte die Pizza. In der Küche saßen die andern vier und warteten gierig aufs Essen. Mia und ich setzten uns aufs Sofa. Da es keine Tür zwischen Küche und Wohnzimmer gab, konnten wir die Jungs immer noch hören und sehen. Als Chris mit der der Pizza reinkam, bejubelten die fünf ihn. Ich verdrehte nur grinsend die Augen und wante mich dann zu Mia, die gebannt zu Jan starrte.
"Ich glaub, ich hab mich verliebt," meinte sie leise, aber wante ihren Blick nicht ab.
"Hast du mal mit ihm geredet?"
"Nee, ich trau mich einfach nicht."
"Jan komm mal her, bitte," rief ich zu ihm und Mia schaute mich geschockt an. Jan sprung gleich auf und setzte sich zwischen Mia und mich.
"Wasn," fragte er und biss ein Stück seiner Pizza ab.
"Wie war der Auftritt?"
"Geil, ihr hättet mitkommen sollen."
"Wir ham uns lieber den coolen Film angeguckt, stimmts Mia?"
"Ja," stotterte diese, ,,vielleicht das... das nächste Mal."
"Du kannst ja reden," sagte Jan lachend.
"Siehste mal," sagte ich schlagfertig.
"Ich hab schon drei Kilo zugenommen," motzte Frank und schaute die Pizza wehleidig an.
"Sieht man dir auch an, Digger," lachte Timo.
"Ha-ha," zickte Frank ihn an.
"Wollt ihr nix essen," mampfte Chris. Wir beide schüttelten nur den Kopf.
"Da verpasst ihr aber was," meinte Juro und stopfte sich die Pizza in den Mund.
"Jaja," meinte ich nur.
"Dein Zeugnis ist unter aller Sau," meinte Chris und schluckte. Ich schaute ihn düster an.
"Aber ich finds lustig," grinste er anschließend, ,,ich war auch nicht gerade der Beste."
"Ihr seud euch sowieso total ähnlich, wie Zwillinge," meinte Frank dazu.
"Stimmt, beide ham en Sturkopf," sagte Jan, den ich daraufhin ein wenig auf Mia schubste.
"Sorry," meinte er endschuldigend zu ihr.
"Schon gut," grinste sie. Er grinste zurück und durch diese ganze Grinserei musste auch ich grinsen. Da saßen wir drei aufm Sofa und grinsten- das sah sicherlich total gestört aus.
"Wollen wir heut Abend nochmal weg," fragte Chris.
"Ich hätte voll Lust," meinte Frank nickend.
"Ich auch," sagte ich und schaute die Jungs an.
"Ich irgendwie nicht," meinten Jan und Mia gleichzeitig.
"Dann bleibt ihr halt hier," sagte Timo.
"Meinetwegen," grinste Jan und starrte Mia an.
"Dann lasst uns gehen," meinte Chris und stand auf.
"Ich muss mich aber noch fertig machen."
"Nee," meinte Frank und fuchtelte wie wild mit den Händen rum, ,,du siehst auch so toll aus."
"Och danke," lachte ich. Also standen wir auf und wollten in die nächste Disco laufen, die ganz in der Nähe war. Dennoch war ich ein wenig nachdenklich. Was würde jetzt gerade zwischen Jan und Mia laufen? Hoffentlich würde es nicht so verlaufen, wie bei Chris und Sassi. Als wir in die Disco kamen, waren dort schon alle betrunken.
"Willst du echt keinen Alk," fragte Chris David nochmals, der seine Frage aber wieder verneinte. Wir tanzten die ganze Nacht durch und hatten einen heiden Spaß. Ich trank keinen Alkohol, weil ich nicht viel vertrug. Frank und Timo waren am Ende so besoffen, sodass wir sie nach Hause tragen mussten. Ich war hundemüde, es war ja auch schon fünf Uhr morgens.
"Ich liebe euch," meinte Frank, auf dem Weg nach Hause.
"Wir dich auch," meinte Juri beruhigend.
"David, mein Bester," lallte Timo und drängte sich zwischen David und mich.
"Ja Timo, du bist auch mein Bester," meinte er schulternklopfend. Als wir zu Hause ankamen, wollte ich einfach nur ins Bett. Doch wer lag da? Jan und Mia... Mhh, dann muss ich jetzt auch noch das Sofa aufklappen! Gesagt-getan. Da Chris ein Doppelbett hatte, wollte Juri unbedingt bei ihm pennen. Also mussten David und ich mit den zwei Betrunkenen auf einer Couch schlafen. Ich legte mich ganz an den Rand und David neben mich. Ich wollte natürlich sofort schlafen, aber Timo und Frank laberten und lachten die ganze Zeit.
"Ey, jetzt seid mal leise," meinte David zu den beiden, denn er wollte auch schlafen. Nach ein paar Minuten wurde es endlich stiller. Zumindestens so still, dass ich schlafen konnte.
Als ich aufwachte, war es bereits schon vier Uhr nachmittags. Ich schaute neben mich, doch da lag nicht David, sondern Frank mit einer Wärmflasche auf dem Bauch.
"Was isn mit dir los?"
"Mir gehts so scheiße! Ich könnt heulen," sagte er mit einer gequälten Stimme.
"Ihr habts gestern auch ganz schön übertrieben."
"Ich weiß. Ich wollt mir den Kummer wegtrinken,"sagte er traurig.
"Wegen diesem Mädel?"
"Ja, das ist einfach nur scheiße. Weißte, da verliebe ich mich nach langer Zeit mal wieder und dann ist sie viel zu jung."
"Ich versteh dich da ja, aber vielleicht seid ihr einfach nicht füreinander bestimmt."
"Wie meinst du das?"
"Naja, ich glaube, dass jeder Mensch für jemanden bestimmt ist."
"Kann schon gut," meinte er und wante seinen Blick an die Decke.
"Wo sind die andern?"
"Keine Ahnung," antwortete er schulternzuckend, ,,als ich aufgewacht bin, war keine Sau mehr da."
"Die hätten mal bescheid sagen können,"motzte ich.
"Jau." Ich sprung auf, doch Frank blieb unverändert dort liegen.Er sah echt scheiße aus, ich musste leise lachen. Aber wo sind die bloß? Ich machte den Kühlschrank auf und holte mir einen Pudding raus.
"Auch einen," fragte ich Frank und machte den Schokopudding auf.
"Ne, ne. Lass mal, trotzdem danke." Ich löffelte also los. Nach ein paar Stunden kamen die andern wieder. David kam sofort zu mir gestürmt.
"Hey Süße," sagte er und zu gleich, fing er an mich zu küssen.
"Ganz schön stürmisch heute," nuschelte ich in die tausenden Küsse hinein. Das ging einige Minuten so, bis die andern zu uns stoßten. Okay, was sollte das jetzt?
"Wo wart ihr denn," fragte ich in die Runde.
"Öhh... joa...ähm," stotterte Timo, ,,in der Stadt und so." Plötzlich wälzte sich Frank auf dem Sofa rum, anscheinend vor Schmerzen.
"Willst du nicht lieber mal zum Arzt," fragte ich ihn besorgt.
"Nee,"meinte er mit gequälten Gesicht.
Den ganzen, veregneten Tag saßen wir drinne und gammelten ab.
"Spannender kann es echt net mehr werden," nörgelte Jan.
"Heut Nacht kann ich net schlafen," motzte ich mit ihm.

"Komm, wir gehen spazieren," schlug mir David vor.
"Es regnet,"sagte ich.
"Das ist doch egal. Wofür gibts en Regenschirm?"
"Naja meinetwegen," gab ich schulternzuckend nach. Wir liefen ein paar Stunden! David fielen immer mehr neue Ort ein, andenen er mit mir hingehen wollte.
"Was ist denn heute los mit dir," fragte ich ihn auf dem endgültigen Weg nach Hause.
"Mit mir," fragte er fassungslos, ,,gar nichts."
"Na dann," sagte ich nur.
"Wonach riechts denn hier," rief ich fragend, als wir wieder nach Hause kamen.
"Hä? Wonach solls denn hier riechen," fragte Chris.
"Ja, keine Ahnung. Deswegen frag ich ja."
Schließlich beschlossen wir uns vor den Fernseher zu schmeißen. Man jetzt ist es schon 23 Uhr und ich bin immer noch nicht müde.
Frank hatte immer noch Bauchschmerzen. Insgesamt war es ein richtiger scheiß Tag, denn es regnete und wir hatten keine Idee, wie wir den Tag gestalten hätten können. So um kurz vor zwölf kam wieder so eine komische Aktion von David. Er wollte mit mir reden, in meinem Zimmer-alleine.
"Was ist denn," fragte ich ahnungslos.
"Ich liebe dich," hauchte er und gab mir einen kurzen Kuss.
"Warum musste wir deswegen hier her gehen?"
"Keine Ahnung... ich finds hier romantischer."
"Okay," sagte ich verwundert.
"Außerdem habe ich ne Überraschung für dich bzw. wir. Mach mal die Augen zu," foderte er mich auf.
"Was denn für ne Überraschung?"
"Wenn ich es dir jetzt sage, dann ist es ja keine Überraschung mehr," grinste er und drehte mich um.Dann hielt er mir seine Hände vor die Augen, er wieß mir den Weg vor und irgendwo in der Küche blieben wir stehen. David nahm seine Hände weg und ich öffnete meine Augen. Plötzlich fingen alle an `Happy Birthday`zu singen. Sie standen um den Küchentisch herum, das Licht war aus, auf dem Tisch stand ein Kuchen mit Kerzen und Geschenken.
"Wow, ich hab gar nicht mehr an meinem Geburtstag gedacht," sagte ich vollkommend überrascht und schaute mich um. Ich strahlte richtig und drehte mich um, weil ich David zu erst umarmen wollte.
"Alles Gute zum 16. Ich liebe dich," sagte er gefühlsvoll. Dann kam Chris
"Alles, alles Gute. Ich hab dich sooo lieb," meinte er und drückte mich ganz fest an sich.
"Danke!"
"Meine Süße, alles Liebe und Gute auf dieser Welt," meinte Mia und kam auf mich zugesprungen.
"Ich wünsch dir nur das Beste," sagte Frank und nahm mich kurz in den Arm, er hatte anscheinend immer noch Bauchkrämpfe.
"Herzlichen Glückwunsch, ich find immer noch, dass du heiß bist," lachte Timo und schloss mich in seine Arme, ,,mach David immer so glücklich, wie im Moment, okay?"
"Ich versuchs," lachte ich mit ihm.
"Aaaaalles Gute," meinte Juri. Als letztes kam Jan und umarmte mich auch.
"Ich wünsch dir auch nur das Beste! Linke hat echt Glück mit dir."
"Danke," sagte ich überglücklich . Ich drehte mich wieder um, ich war so happy. Mir standen schon fast die Tränen in den Augen.
"Ich wollt euch danke sagen, weil ihr einfach so tolle Menschen seid und mich glücklich macht. Ich hätte niemals damit gerechnet, deshalb bin ich auch so überrascht. Danke," sagte ich und grinste die ganze Zeit.
"Können wir jetzt den Kuchen essen," fragte Chris.
"Ja klar," lachte ich. Frank legte sich wieder auf die Couch. Nachdem Kuchen sollte ich alle Geschenke auspacken. Als erstes gab mir Mia ihr Geschenk. Es war ein Album von einer Sängerin namens Alexz Johnson."
"Woher weißt du, dass ich mir dieses Album gewünscht habe?"
"Von Chris," strahlte sie.
"Danke!"
Chris schenkte mir ein neues Skateboard, ich fiel ihm glücklich um den Hals.
"Danke, danke, danke," sagte ich glücklich und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.
"Ich hab von Linke gehört, dass du unsre Musik magst und daher hab ich all unsere Sons auf eine CD gemacht," meinte Timo und gab mir die Hülle.
"Danke,das war echt ne geile." Frank gab mir sein Geschenk und es war ne Boxershort. Ich musste sofort anfangen zu lachen.
"Damit du dich das nächste Mal mit Jan und mir zusammen in die Küche setzen."
"Wie geil, danke," lachte ich weiter.
"Also ich denk dir fünf Djingüberungsstunden, umsonst mir dem großen Meister Jan."
"Danke," grinste ich zufrieden. Juri schenkte mir ne ganze Flasche Wodka.
"Aber nicht wieder auf Ex," grinste er.
"Ne, ne. Mach ich schon nicht," lachte ich. Dann kam David und umarmte mich als Erstes. Danach schenkte er mir eine Karte zum Aufklappen, dass tat ich natürlich sofort. In der Katze waren ganz viele Bilder von mir und von ihm. Es waren Bilder von Situatioen, indenen ich gar nicht gemerkt hatte, dass er Fotos gemacht hatte. Wir z.B. während ich schlafe.
"Das find ich am Süßesten," meinte David und zeigte auf das letzte Bild. Er hatte es gemacht, währenddessen ich auf seinem Brustkorb schlief.
"Das ist zu süß," sagte ich und fiel David um den Hals, ,,danke."
"Wir haben auch noch was für dich," meinte Chris und holte sieben Briefe hervor.
"Ihr seid einfach sooo süß," sagte ich und nahm die Briefe freudig entgegen. Die wollte ich aber alleine lesen. Wir unterhielten uns noch bis ungefähr zwei Uhr nachts, dann wollten die sieben schlafen, aber ich noch nicht. David wollte bei mir schlafen, deshalb gingen wir zusammen in mein Zimmer. David legte sich gleich ins Bett, doch ich setzte mich an meinen Schreibtisch, um die Briefe zu lesen. Der erste war von Mia, es war eine Karte, kein Brief. Auf dieser stand:
Freunde
sind wie Laternen,
auf einem langen dunkeln Weg.
Sie machen ihn nicht kürzer,
aber ein wenig heller.
Süß! Ich drehte die Karte um:
Hey meine Süße,
erstmal alles, alles Gute zu deinem 16. Ich wünsch dir viel Glück& Gesundheit. Aber vorallem hoffe ich, dass du noch lange glücklich bleibst-mit David. Du bist echt eine super tolle Frendin und ich möchte dich niemals verlieren. Bleib so wie du bist!
Love you!
Ich grinste glücklich und nahm gleich den nächsten, der von Chris war:
Hey Kleines,
ich wünsch dir das aller Beste auf Erden und das du so glücklich bleibst!
Ich weiß, ich bin nicht immer leicht, aber du sollst wissen, dass ich dich sooo lieb habe und immer für dich da bin. Du bist echt die beste Sis, die man sich wünschen kann. Du kannst immer mit deinen Problem zu mir kommen.
Dein hübscher und sozialer Bruder Chris.
Ich musste leise lachen und griff nach Timos Brief:
Yo Hana,
alles Jute zu deinem Birthday. Am Anfang hatten wir vielleicht keinen guten Start, aber jetzt hab ich dich echt lieb. Du bist mir in kurzer Zeit sehr ans Herz gewachsen und David hat echt sein Glück mit dir gefunden. Also bleib so süß & nett!
Dein Timo.
Man, die sind so süß. Der nächste Brief war von Frank:
Hey Hana,
als erstes will dir ganz viel Glück zu deinem 16. wünschen. Linke hat Glück dich als schwester zu haben und David hat Glück dich als Freundin zu haben. Wir verstehen uns echt gut ud darüber bin ich echt sehr happy.
Hab dich sooo dolle lieb.
Dein Frank.
Ich find das so toll von denen. Sowas hat noch nie jemand für mich gemacht.
Hi Hana,
alles, alles Gute zu deinem 16. Ich hoff, dass du immer gesunden und glücklich bist und besser in der Schule wirst ;p
Ansonsten bist du uns allen sehr ans Herz gewachsen. Bleib so!
Dein Juri
Daraufhin nahm ich gleich den Nächsten, dieser war von Jan.
Hey ho Hana,
aaaaaaaaalles Gute zu deinem Birthday! Hoffe du bleibst immer so nett, lustig und schlagfertig
Mit dir kann man echt viel Spaß haben, auch wenn du ein Sturkopf bist-wie Linke^^
Dein wunderschöner Jan.
Als letztes nahm ich den Brief von David, auf den war ich am meisten gespannt.
Hey meine Süße,
erstmal wollt ich dir viel Glück & Gesundheit zu deinem 16. wünschen. Du weißt, dass du mir in sehr kurzer Zeit, sooo ans Herz gewachsen bist. Ich liebe dich überalles, auch wenn unser Anfang sehr schwer war. Dennoch, als ich dich das erste Mal sah, da wusste ich, du bist es. Du bist das Mädchen, das mich glücklich machen kann und das tust du, von Tag zu Tag. Ich weiß, dass du mein Glück bist und ein Geschenk des Himmels. Ich genieße jede Sekunde mit dir und wenn du nicht bei mir bist, kann ich nicht so glücklich sein, wie mit dir. Ich bin immer für dich da, in guten, aber auch in schlechten Zeiten. Du bist ein einzigartiger Mensch und wirst immer in meinem Herzen sein.
In Liebe, dein David.
Mir liefen einzelne Tränen über die Wangen, aber nicht aus Trauer. Ich war einfach nur sprachlos und konnte meine Gefühle nicht so richtig zu orden. Ich drehte mich zu David, der bereits schlief. Ich grinste einfach nur, aber meine Tränen liefen weiter. Wie kann eine Person so süß sein?Wie kann es sein, dass ich ihn so sehr liebe? Ich legte mich neben ihn und schaute ihm zu, wie er schlief. Nach ein paar Minuten, lehnte ich mich zurück und schlief ein.

~Zeitsprung~
`Boa jetzt hab ich nur noch eine Woche Ferien...`
"Ach komm schon, geh bitte," nervte mich Chris heut schon zum zehntausensten Mal, ,,David geht auch mit dir."
"Ich hab aber einfach keinen Bock in diesen dummen Supermarkt zu laufen,"nörgelte ich.
"Du willst aber auch was essen!"
"Was ist mit Mum und Dad?"
"Du weißt doch, dass die bis spät in die Nacht in ihrer Kanzlei sind."
"Oh man, schon gut! Ich geh ja! Gib mir Geld!"
"Liegt auf meinem Schreibtisch! Danke," meinte er und setzte ein zufriedenes Grinsen auf. Ich lief genervt in Chris`Zimmer und gezielt auf seinen Schreibtisch. Da lagen dann 50€, die ich mir nahm. Ich wollte mich gerade wieder umdrehen, da entdeckte ich einen Brief von Universal. Ich laß ihn duch. `Bla, bla bla... Möchten wir ihnen zu ihrem Plattenvertrag gratulieren.`Ich laß mir diesen satz dreimal durch, bis ich erstmal realisiert hatte. Ich rannte aufgedreht in die Küche und knallte den Jungs diesen Zettel auf den Tisch.
"Warun sagt ihr mir denn nichts," fragte ich und kam aus dem Grinsen gar nicht mehr raus. Die Jungs schauten mich nur betröbelt an.
"Hallo, wie wörs wenn ihr euch mal freut! Ihr habt en Plattenvertrag, davon habt ihr schon so lange geträumt!" David stand einfach auf und lief raus, ich schaute die Jungs skeptisch an.
"Redet ihr mal bitte mit mir! Was ist denn los?"
"Naja, also natürlich freuen wir uns über den Vertrag," stotterte Chris, ,,aber wir werden... wir werden nach Hamburg ziehen!"
"Was? Warum,"fragte ich vollkommend geschockt.
"Naja, da ist eben Universal und unser Tonstudio."
Ich schaute traurig in die Runde, doch keiner erwiederte meinen Blick in irgendeiner Weiße. Ich schüttelte nur den Kopf und ging geknickt in mein Zimmer. Dort schmiss ich mich aufs Bett und meine Tränen fingen an zu fließen. Ich musste an die schöne und lustige Zeit mit den sechs denken. Aber besonders musste ich an die Zeit mit David denken. Wie wir uns kennengelernt hatten, wie wir zusammen kamen, unser erster Kuss, mein Geburtstag, wie ich ihm meine Eltern vorgestellt hatte und so vieles mehr. Und jetzt würde er mich einfach verlassen, für seine Musik. Uch wurde hysterisch und bekam kaum Luft, die Tränen flossen nur so. Plötzlich kam jemand die Tür rein, es war Chris der sich zu mir aufs Bett setzte.
"Verpiss dich," schrie ich ihn an und drückte mein verheultes Gesicht in ein T-Shirt von David.
"Ich will mit dir reden, Kleines," meinte er und strich mir über die Haare. Ich richtete mich schnell auf und schlug seine Hand weg.
"Geh einfach! Ich will dich nie mehr sehen, genauso wie David!"
"Hör auf, bitte! Ich kann dich nicht traurig!"
"Lass mich! Verpiss dich!
"Nein!"
"Doch! Weißt du noch als du gesagt hast, wir müssen zusammen halten?" Er nickte nur.
"Und jetzt gehst du einfach."
"Ich geh doch nicht für immer..."
"Versuchs nicht schön zu reden! Geh raus, bitte!"
Er schaute mich nur besorgt an und dann kam auch noch David. Ich schmiss mich zurück und vergrub mein Gesicht wieder.
"Lass mich mal bitte alleine mit Hana reden," meinte er zu Chris, der daraufhin aufstand. David setzte sich neben mich.
"Hana."
"Was?!"
"Meinst du mir fällt das leicht?"
"Anscheinend schon!"
"Sicherlich nicht! Mir fällt es nicht leicht die Person zu verlassen, die ich am meisten liebe!"
"Deine Liebe bringt uns auch nichts mehr! Du hast dich entschieden zu gehen, also geh auch!"
"Wir lieben uns doch!"
"Das nützt doch gar nichts mehr," heulte ich.
"Natürlich nützt das was! Soweit liegt Neumünster auch nicht von Hamburg weg."
"David ist es aus. Geh doch Hamburg, mach deine Musikkarriere und meinetwegen fang was mit deinen Groupies an!"
"Warum sagst du das? Ich hab gedacht, du liebst mich!"
"Das tue ich auch, wahrscheinlich zu sehr."
"Aber Hana... guck mich an und sag mir ich soll gehen!"
"Nein, lass mich," heulte ich weiter, ,,ich will dich nie mehr sehen! Nie mehr-hörst du!"
"Weißt du eigentlich, wie weh mir das tut?"
"Weißt DU wie weh MIR das tut?! Außerdem bist du selbst dran schuld! Du gehst- nicht ich!"
"Ich liebe dich!"
"Geh! Geh bitte!
"Ich werde gehe, aber vergiss nicht, dass ich dich überalles liebe," sagte er und stand auf. Erst als sich die Tür schließte, konnte ich meinen gefühlen wieder freien Lauf lassen. `Wie kann er mich einfach so verlassen?`Den ganzen Tag blieb ich in meinen Zimmer und wenn ich raus ging, dann nur um auf Toilette zu gehen. Ich aß nichts und trank nichts. Ich saß einfach nur da und weinte. Abends,irgendwann, klopfte es schon wieder an der Tür.
"Was ist denn? Könnt ihr mich nicht in Ruhe lassen?" Die Tür ging trotzdem auf und hinein kamen Frank und Timo. Ich wischte mir die Tränen schnell weg und schaute zu Boden.
"Hey," flüsterte Frank und setzte sich unten an mein Bett. Timo setzte sich auf meinen Schreibtisch.
"Hi," sagte ich leise, mit verheulter Stimme.
"Wies dir geht, müssen wir dich wohl nicht fragen..."
"Wann gehts denn nach Hamburg," fragte ich und quälte ein Lächeln über meine Lippen.
"Übermorgen," antwortete Frank mit leiser Stimme. Ich nickte nur und presste die Lippen aufeinander, um nicht schon wieder zu heulen. Eine ganze Zeit lang sagte keiner was, bis Timo die Stille unterbrach:"Warum hast du mit David Schluss gemacht?"
"Ich will nicht drüber reden und wenn du gekommen bist, um mir Vorwürfe zu machen, dann geh," sagte ich mit ernster Stimme und meine Augen erfüllten sich erneut mit Tränen.
"Ich will dir keine Vorwürfe machen, verdammt! Ich will nur wissen, warum du meinen besten Freunde so traurig machen musstest," sagte er mit lauter Stimme.
"Hör auf, Timo," meinte Frank.
"Nichts hör auf! Er heult, sie heult! Das macht doch keinen Sinn! Ihr liebt euch doch, verdammt! Was soll der Scheiß?" Durch sein Rumgeschreie musste ich schon wieder anfangen zu heulen.
"Toll gemacht! Komm, geh raus und kümmer dich um David, der braucht dich," meinte Frank zu Timo. Er lief genervt raus und knallte die Tür hinter sich zu. Ich vergrub mein Gesicht und die Tränen kullerten in Massen. Warum kann ich nicht einmal aufhören zu heulen? Man Hana, du bist sooo dumm! Frank kam näher gerückt und versuchte mich zu trösten.
"Hör auf zu weinen, das bringt doch nichts," meinte er und tätschelte mir auf der Schulter rum.
"Ist ja echt nett von dir, aber lass mich allein," schlurzte ich.
"Okay. Ähm bis morgen oder so," stotterte er und verließ den Raum. Ich lehnte mich zurück und tat das, was ich schon die ganze Zeit tat-heulen. Ich wusste nicht wie spät es war, aber ich schlief ein. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, hatte ich schreckliche Kopfschmerzen und verheulte Augen. Mir gings echt scheiße, so sah ich auch aus. Den ganzen, doofen Tag saß ich auf meinem Bett, hatte die Vorhänge zugezogen und tat gar nichts. Ich hing in meinen Gedanken bei der gemeinsamen Zeit von David & mir. Doch die war nun vorbei, auch wenn es die Schönste war, die ich jemals hatte. Morgen würden sie wegfahren-einfach so. Ich würde die sechs so vermissen und am Meisten David und Chris. Mein eigener Bruder würde mich im Stich lassen, von wegen er wäre immer für mich da! Mein Leben is einfach nur scheiße!
"Sagst du deinem Bruder noch `Tschüss`," fragte Chris, als er am nächsten Morgen in mein Zimmer kam , ,,oder komm nochmal mit raus." Ich nickte nur leicht und stand geschwächt auf. Ich half ihm seinen Koffer rauszutragen und dort wollten wir auf die andern warten. Wir setzten uns mal wieder auf die Treppe, doch diesmal redeten wir kein Wort miteinander. Nach vielen, langen Minuten, die sich wie eine Ewigkeit zogen, kamen sie angefahren bzw. Jan, aber diesmal nicht mit seinem BMW, sondern mit einem schwarzen Van. Die fünf stiegen aus, ich half Chris noch bei seinem Koffer, der er ins den Kofferraum räumte. Meine Augen wurden glasig, aber ich versuchte nicht schon wieder zu heulen.
"Kleines, ich werd dich schrecklich vermissen," meinte Chris und zog mich an sich dran , ,,bitte meld dich und sei nicht mehr sauer auf mich! Ich liebe dich." Ich schloss die Augen und passierte genau das, was ich vermeiden wollte. Chris ließ mich gar nicht mehr los...
"Du musst uns auf jeden Fall mal besuchen kommen," meinte Frank, der mir erst einen Kuss auf die Wange drückte und mich dann umarmte.  Es war alles so traurig und es kam mir vor wie ein Alptraum.  Meine Tränen flossen wie ein Wasserfall.
"Ich werd dich auch saumäßig vermissen. Sag Mia en lieben Gruß," meinte Jan und nahm mich als nächstes in den Arm.
"Mach ich," nuschelte ich leise.
"Ich stimme Frank zu, komm uns mal besuchen," meinte Juri und umarmte mich kurz.
"Ich... es tut mir Leid, dass ich dich angeschrien hab," flüsterte Timo.
"Schon gut," sagte ich und schloss ihn ganz fest in meine Arme.  Dann kam der Abschied, der mir am Schwersten fallen würde. David kam zu mir und schaute in meine verheulten Augen, auch ihm lief eine Träne über die Wange.

 

Geht bald weiter ;p




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